Stories

September 2012

Natürlich haben wir die Chance genutzt, wenn wir schon zum Tour Auftakt von Ensiferum kommen  mit den Herrn ein Interview zu führen. Unseren Fragen stellte sich der auf der Bühne sehr quirlige und stets unter Strom stehende Sami.

Ein neues Album kann man das als eine Art Neubeginn oder eine Neudefinition bezeichnen? Wie ist das für euch?

Es ist eher ein weiterer Schritt, wie auf einer Reise. Vor allem für uns als Band, das trifft es mehr, würde ich sagen.

Euer Album ist nun schon seit ca. zwei Wochen in den Geschäften, habt ihr irgendwelche Statements von euren Fans mitbekommen via Twitter oder Facebook? Wenn ja, welcher Art waren diese?

Ja, wir unglaubliche positive Feedbacks bekommen, es handelt sich nicht um ein leichtes, einfaches Album und trotzdem war die Resonanz durchweg positiv.

Für meine Ohren klingt ihr erhabener, habt mehr Groove, mehr Atmosphäre wird transportiert. Somit unterscheidet es sich in vielen kleinen Punkten vom vorherigen Album. Wie kam es dazu?

Das ist ein ganz normaler Schritt. Schon bei "From Afar" haben wir während der Aufnahmen vieles gelernt, entdeckt was wir im nächsten Album, also diesem, einbauen wollten. Nehmen wir nur mal die weibliche Opernstimme oder verschiedenen Arrangements, dieses tiefere, all das wollten wir so haben und einbinden.

Gut, euer letzter Song 'Passion, Proof, Power' ist für sich vier Songs in einem, also drei Songs und ein Hörspiel? Oder ist es der Beginn einer neuen Ära mit Female Fronted Co-Voices?

Dieser Song ist so entstanden in der Zeit, wir wollten so viele unterschiedliche Dinge in diesem Song enthalten haben und als wir alles arrangiert hatten lag der Song schon bei über acht Minuten, dazu kam dann noch der Part der Opernsängerin und so wurde der Song immer ein wenig länger bis er eben diese Endlänge hatte.

Edge Of Sanity hatten mal ein Album bestehend aus einem Song. Wollt ihr in der Zukunft auf deren Pfaden wandeln?

Nein, dieser Song wurde eben mal lang, aber wir wollen nicht in die Fußstapfen von Edge of Sanity treten. Wir haben schon fünf Songs die wahrscheinlich auf das nächste Album kommen werden...Aber jetzt erst mal die schöne Tour zu "Unsung Heroes".

Die Apokalyptischen Reiter sind nach euren bisherigen Gästen ja eine eher ungewöhnliche Wahl. Wie kam es dazu?

Wir wollten auf diesem Album den Flair eines mittelalterlichen Marktplatzes einfangen.  Uns war klar, dass wir einen Gesprächspart drin haben wollten, also haben wir das Management angerufen und gesagt "Wir brauchen ein paar Schauspieler." Nachdem wir erklärt hatten, was wir machen wollten, wurde der Kontakt zu den Reitern hergestellt. Sänger sind bei so etwas ohnehin geeigneter als Schauspieler, da sie sich leichter vorstellen können, was man will. Wir haben ihnen unser Konzept vorgestellt und das wurde dann noch mal leicht überarbeitet, so haben sie zum Beispiel teilweise etwas altertümlichere deutsche Begriffe verwendet.

Nachdem "From Afar" ja teils schon sehr an Ennio Morricone und Western erinnerte und das neue Album eher mittelalterlich daherkommt: Müssen wir überrascht sein, wenn ihr beim nächsten Mal einen auf Pirat macht?

(lacht) Wir haben noch kein wirkliches Thema für das nächste Album. Alles ist möglich. Wir setzen uns da keinen engen Grenzen. Man muss immer wieder an seine Grenzen stoßen. Wenn man das nicht macht und sich immer nur wiederholt, dann kann man sich auch nicht entwickeln. Wichtig ist für uns eher, dass ein neues Album ein natürlicher Schritt ist.

Heute ist der erste Gig der Tour, das erste Mal vor den Fans stehend. Habt ihr irgendwelche Erwartungen?

Nein, haben wir nicht. Wir waren schon öfters hier und wir wissen dass die Fans super sind. Wir wollten aber mal wieder eine klassische Headliner Tour spielen. Festivals und Tagesfestivals mit vielen verschiedenen Fans ist auch schön aber wir wollten eine klassische Headliner-Tour. Da haben wir einfach mehr Spielzeit die wir unseren Fans widmen können und es sind dann auch gerade diese Fans da, die uns hören wollen. Das ist das Schöne daran.

Wer entscheidet wer mit euch auf Tour geht und wie kam es dazu das Metsatöll und Profane Omen dabei sind?

Ja, also Metsatöll ist nicht dabei, wir wissen auch nicht wie die auf die Plakate drauf kamen. Es gab lediglich einen Kontakt aber keine Abspreche. Wir sind mit Profane Omen und Amoral auf Tour und wir haben uns für diese Bands entschieden. Wir können dadurch aus mitreden wer mit uns auf Tour geht.

War es ein Gedanke die Apokalyptischen Reiter mit auf Tour zu nehmen?

Ein Gedanke wäre es schon, aber das hätte viele zusätzliche Abstimmungen gebraucht. Aber in der Zukunft, warum nicht, alles ist möglich.

Zum Schluss noch ein Paar Worte von dir für unsere Fans?

Ja, klar. Genießt das Album und evtl. sieht man sich bei einem Gig. Have Fun, und Danke für euren support!

Das Interview führten
Car Sten und KoJe






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