Stories

Oktober 2001

Andy (Bassist) und Kropi (Sänger, Gitarrist und Songwriter) von Scorefor, beantworteten uns folgende Fragen...

Wie hat sich die Band gefunden? Wer kam denn eigentlich auf den Namen?

Andy: Kropi, Steve und ich kennen uns bereits von klein auf. Steves Vater spielte halt in so ´ner Band und der Proberaum lag bei ihm zu Hause im Keller. Da standen dann immer die ganzen Instrumente, sowie das Equipment rum und so begannen wir einfach mal die Dinger zu bearbeiten. Anfangs probten wir halt Coverversionen von unseren damaligen Helden (Die toten Hosen, Die Ärzte...) ein. Mit der Zeit wurde die Sache immer ernster, kauften uns unser eigenes Zeux und machten uns auf die Suche nach einem fähigen Schlagzeuger. Irgendwie stießen wir dann auf den Rik und der bearbeitet seitdem die Drums! Ab diesem Zeitpunkt ging es eigentlich stetig bergauf... Das mit dem Bandnamen und die Bedeutung wird nicht verraten. Kleiner Tipp: es ist American Slang.

Welche Bands haben euch beeinflusst und beeinflussen euch noch heute?

Andy: Ganz am Anfang haben uns die Hosen, Ärzte und Bands wie Green Day beeinflusst. Ziemlich schnell gingen wir aber zu ´ernsthafteren´ Bands über wie Bad Religion oder auch Pennywise.

Kropi: Mich persönlich haben früher als auch heute Bands in der Tradition von Genesis, Beatles, Beach Boys und Simon and Garfunkel beeinflusst. Songwriterisch sind die größten aktuellen Einflüsse Millencolin, Pennywise, Weezer und vor allem Bad Religion. Wäre ein Traum wenn wir uns da eines Tages einreihen können...

Wie habt ihr zur Musik gefunden? Welche Kraft treibt euch an, um damit fort zu fahren?

Kropi: Ich für meinen Teil habe keine Motivation zu spielen. Ich spiel einfach. Für mich gibt es keinen Grund. Ich weiß einfach, würde ich nicht spielen, fehlte mir etwas in meinem Leben. Ich will einfach nur rocken...

Andy: Ich fand die Idee in 'ner Punkrock-Band zu spielen einfach seit jeher ziemlich cool. Ich hätte jedoch nie daran gedacht es soweit zu bringen wie wir es bis jetzt geschafft haben. Und jetzt bin ich hungrig nach mehr!

Habt ihr so etwas wie ein Band Philosophie oder eine Message an eure Fans?

Kropi: Wir haben wir keine bestimmte Bandphilosophie oder Message auf der wir die ganze Zeit rumreiten. Wir wollen die Menschen ganz einfach aufrütteln, sie zum Nachdenken bringen. Jeder darf, nein muss seine eigenen Entscheidungen treffen - mit all seinen Konsequenzen.

Wie entstehen eure Texte? Sind das Lebenserfahrungen, politische Statements oder solche Sachen?

Kropi: Zunächst muss gesagt werden, dass die Melodie grundsätzlich vor dem Text entsteht. Aus dieser entwickelt sich eine bestimmte Stimmung heraus, welche dadurch nur einen gewissen lyrischen Inhalt erlaubt. Meistens trägt die Melodie eine Kernaussage als Phrase in sich. Um diese Phrase wird dann der Text herumgebaut. Zum Beispiel „I dont't know why" - bietet sich für diesen Melodiefluss an. Der restliche Text basiert dann auf dieser Phrase.

Macht ihr euch eigentlich Gedanken darüber was die Leute hören wollen und richtet euer Songwriting danach oder spielt ihr einfach das was euch gefällt?

Kropi: Grundsätzlich spielen wir das, was uns gefällt. Sie Songs sind also nicht Massenkompatibel konstruiert. Nur so kann glaubhafte Musik entstehen. Natürlich hofft man aber das die Songs bei den Leuten gut ankommen.

Hat sich der Songwriting Prozess in den letzten Jahren bei euch verändert?

Kropi: Eigentlich war es schon immer so, dass die Melodie und der Text bei mir daheim am Klavier entstanden sind. Das ist das Grundgerüst. Dieses bringe ich dann mit in den Proberaum und hier arbeiten wir dann alle an dem Song bis er rockt und so perfekt wie möglich ist. Das heißt man spricht (oder streitet) über Grundtempo, Arrangement, Tempowechsel, Zwischenteile....

Steht euer neustes Album unter irgendeinem bestimmten Thema?

Andy: Nein steht's nicht.

Welche Erwartungen habt ihr für euer neustes Werk? Macht ihr euch da Gedanken drüber?

Andy: Diese Frage ist ziemlich schwer zu beantworten. Wir können nur hoffen, dass die Leute unser Zeux anchecken. Auf alle Fälle sind alle Songs Live-fähig und bereits Live-erprobt. Natürlich machen wir uns Gedanken darüber was den Leuten gefällt, oder nicht gefällt aber im Endeffekt spielen wir das was uns gefällt und hoffen einfach, dass es Menschen gibt die mit uns auf einer Wellenlänge liegen und den unseren Sound genauso lieben wie wir selbst. Egal ob die Platte floppt, oder nicht. Wir werden weiterrocken till the end...

Wie seht ihr die Situation der deutschen Bands, denn sie stehen alle im Schatten der ´großen´ Bands aus den Staaten (zumindest im Punkbereich)? Wie wollt ihr euch im nationalen Geschäft durchsetzten?

Kropi: Eine sehr große Hürde für deutsche Bands ist sicherlich die Sprache. Eine englischsprachige Band kann sich weltweit durchsetzen, eine deutschsprachige eigentlich nur im deutschsprachigen Raum. So fallen schon mal die Hälfte der Bands für den weltweiten Markt weg. Überlegt man dann, wie groß die USA im Vergleich zu Deutschland sind, ist die Wahrscheinlichkeit dass sich eine Band aus den Staaten durchsetzt viel größer. Wir werden weiter hart an uns arbeiten, viele Songs schreiben, Konzerte spielen bis zum Erbrechen und hoffen dass wir uns eines Tages national oder vielleicht sogar international etablieren können. Wenn nicht ´who cares´....

Wie sieht die Zukunft aus? Irgendwelche Touren geplant oder neues Songmaterial?

Andy: Also zunächst ist jetzt mal unsere Single „I don´t know why" in den Läden. Das Album „Leaving The Birdcage" folgt am 01.10.01. Die Teile dürften eigentlich in so ziemlich allen Plattenläden erhältlich sein. Wenn nicht, könnt ihr es einfach bei denen bestellen. Im Oktober, November, Dezember werden wir dann überall in Deutschland unterwegs sein und die CD live vorstellen. Checkt einfach www.scorefor.de! Wenn uns jemand buchen will der wendet sich bitte an: Modern Noise 08751/843385. Auch an neuen Songs wird bereits heftig gewerkelt! Was bis jetzt so bei den Sessions rauskam lässt auf Grosses hoffen...

Nils Manegold






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