Konzerte

Sub7even
Suit Yourself

26.Februar 2002

Jaja, das Frankfurter Nachtleben- eigentlich eine nette kleine Kneipe im Herzen der Innenstadt an der Konstablerwache, wenn aber Konzerte anstehen wird die Tür zum Keller geöffnet und ein zwar relativ flacher und kleiner Raum bietet Platz für aufstrebende Bands.

Auch an diesem schönen Dienstag hatten sich Sub7even mit dem Support Suit Yourself im Gepäck angekündigt und schon vor 20:00 standen einige Leute an der Kasse an. Leider gab es beim Einlass einige Probleme mit dem Vorankommen und viele wartende Leute wurden ungeduldig, als sie kurz vor 21:00 immer noch nicht im Konzertraum waren. Nach Überbrückung dieser Zeit aber ging der Gig aber auch schon gleich los und die Baden-Württemberger Combo Suit Yourself betraten die Bühne. Bekannt sind die Jungs bereits aus dem Radio, wo sie mit ihrer Hitsingle ‚It's A Shame’ schon mächtig Furore gemacht haben. Genauso legten sie auch los und der gut gefüllte Raum wurde mit zunehmender Zeit immer wärmer. Mit ihrer groovigen Musik mit Punk-Rock Einflüssen und Independant-Touch waren sie für mich eine ideal Vorband für Sub7even, hätten aber genauso gut auch vom musikalischen Aspekt her auf eine eigene Headliner Tour gehen können. Ganz besonders gefiel mir die Live-Version der neuen Single ‚It's A Shame’, die bald im Laden erscheint und der Song ‚My Own World’, die beide durch exzellente Atmosphäre überzeugen und von denen hoffentlich noch viel zu hören sein wird, da es wirklich schade wäre, wenn eine so gute deutsche Band im Hinterland versinken würde. Gegen Ende des Gigs wurde dann noch ein Foto vom Publikum geschossen, dass ins Tourtagebuch der Band (nachzulesen auf ihrer Homepage www.suityourself.de) kommt mit jeweils einem kurzen Vermerk eines Bandmitglieds. Schneller als erwartet war der Gig von Suit Yourself aber auch schon wieder vorbei und Sub7even stand an.

Der Headliner lies nicht lange auf sich warten und als die Worte „Sub7even is in the house, Frankfurt is in the house“ ertönten war jedem klar, jetzt geht’s ab! Dann kamen die 5 Jungs auch schon auf die Bühne und legten los mit dem Song ‚Be My Bitch’. Kaum war der Song vorüber begann der Dialog des charismatischen Sängers Daniel Wirtz mit dem Publikum, was er auch zwischen den folgenden Songs immer wieder fortsetzte. Es ist auf jeden Fall eine Kunst mit dem Publikum Kontakt aufzunehmen, Sub7even aber schaffen es immer wieder und sei es diesmal auch auf etwas unkonventionelle Weise: Sollte irgendeine Band das Publikum während eines Gigs mal wieder „Geht`s Euch gut?“ fragen, sollte die Menge der rhetorisch langweiligen Frage doch bitte mit „Am Arsch!“ antworten. Nach kurzem Testen und dem nächsten Song ‚Wicked’ wurde es im vorderen Bereich noch enger und alle wollten näher an die Bühne heran. Neue Songs vom bald erscheinenden Album, und die Vorab-Singleauskopplung ‚Whatever It May Take’ wurden ebenso wie die „Klassiker“ ‚Listen to Your Soul’ oder dem Mördersong ‚Alive’ vom Vorgängeralbum „Sub7even“ präsentiert und wussten den Zuschauern zu gefallen. Der Band merkte man die Freude am Spielen richtig an, da der Sänger einen Stagediverausflug durchs Publikum machte und immer wieder den Kontakt zu seinen Fans suchte. Diese honorierten sein Engagement und verlangten am Ende der Show weitere Zugaben, die Sub7even auch gerne in fünffacher Ausführung wiedergaben. So endete auch dieser Abend und man konnte von sich behaupten, 2 junge deutsche Bands gesehen zu haben, die hoffentlich eine große Zukunft vor sich haben und deren Namen man als deutscher Rock-Fan in die Musikwelt hinaustragen sollte!

Thomas Schmitt 






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