Konzerte

Dropkick Murphys
Frank Turner, Crysis

01.Februar bis 01.Februar 2013

Zum zweiten Deutschland Gig der Dropkick Jungs bei ihrer Albumtour "Signed And Sealed In Blood" machte sich die Roadcrew von Evilrockshard auf von diesem Ereignis zu berichten. Der Austragungsort war die Maimarkthalle in Mannheim, ein einschlägig bekanntes Gewölbe welches max. 12.000 Menschen beherbergen kann. Heuer sollten es ca. 5000 werden.

Den Opener des Abends bildeten die Jungs von Crysis, welche ein Art Starensemble darstellt, wenn man sich so manch ein Akteur anschaut. Der Bassist zum Beispiel spielt bei The International Noise Conspiracy, der Drummer bei den Toten Hosen...muss man noch mehr sagen? Folgerichtig war die Mucke auch richtig flott und geil. Man bot Rock mit diversen Einflüssen hauptsächlich aber Punk und Folk, dazu bekundete man noch, dass am kommenden Freitag ein neues Album erscheinen soll. Die Jungs wussten zu überzeugen und es machte richtig Laune zuzuhören. Von den wenigen Songansagen konnte ich nichts verstehen, daher muss man sich bei Fragen der Songwahl an die Band halten. Diese aber spielte viele neue Songs, da das neue Album schon im Gepäck und am Merchstand zu beziehen war.

Nach einer knappen dreiviertel Stunde mussten sie die Bühne für Frank Turner räumen der auch im Folk-Punk-Rock-Bereich angesiedelt ist, aber weniger die Kick-Ass-Variante spielt. Mehr in sich gekehrt, mit viel Gefühl und Atmosphäre versprühend, dazu noch sein britischer Humor, den man ab und an aufblitzen sah, all das ist Frank Turner. Auch er wird ein neues Album am 22.April auf den Markt bringen. Heuer gab es aber Songs aus all seinen Schaffensperioden zuvor auf die Ohren, Songs von den Alben "Poetry Of The Deeds" oder auch vom aktuellen "England Keep My Bones". In Songs heißt das dann ungefähr so: 'Try This At Home', 'The Road', 'Long Live The Queen', 'Reasons Not To Be An Idiot' oder auch 'Peggy Sang The Blues' oder 'Glory Hallelujah' und noch die Songs die ich vergessen hab anzugeben...Auch dieser Gig ging gefühlt viel früher zu Ende als man dachte.

Aber es machte sich schon eine gewisse Hektik bereit, der Headliner warf seinen Schatten voraus. Nicht mehr all so viele Fans gingen auf die Toilette, die gesicherten plätzen mussten gehalten werden...Nach einer ewig anmutenden Umbauphase, was aber nicht den Tatsachen entsprach, sondern nur zeigte, dass die Fans heiss waren, kam das Intro vom aktuellen Album der Buben. Dropkick Murphys begann mit Intro welches 'The Boys Are Back' vorgeschaltet ist und genau mit diesem Song setzten die Instrumente ein und von da an gab es kein Halten mehr bis zum Ende des Gigs. Al Barr, die Rampensau, mit deutschen Wurzeln mütterlicherseits, übte sein Deutsch und versuchte alle Ansagen auf Deutsch weiter zu geben. Dafür bekam er aber auch den Auftrag von seiner Mutter, wie verriet.

Die Jungs boten eine Hammer Show, kaum ein Song, bis auf die Balladen wie 'The End Of The Night' wurden so gespielt wie auf dem Album, alle bekamen wesentlich mehr Kick-Ass eingeflößt, das drückte so richtig und dies setzte wiederum die Fans richtig in Wallung und es wurde getanzt und gepogt was die Beine hergaben. Die Band war allzeit präsent auf der Bühne, kleinere Showeinlagen, kleiner Tänze - es gab immer was auf der Bühne zu entdecken. Musikalisch gab es auch einiges auf die Ohren, klar einige Songs vom neuen Album, logisch aber auch älteres Zeugs. Jetzt mal in Kurzversion geschrieben, ihr wisst ja was damit gemeint ist: 'Going Out', 'Gauntlet', 'Few Good Men', 'Spirit', 'Fields', 'Irish Rover', 'Gangs', 'Workin', dazu noch ein paar neue Songs außer dem erwähnten 'The Boys Are Back' gab es noch 'Burn', 'Prisoner', 'Out Of Our Heads', 'Rose Tattoo', 'Jimmy Collins Wake' und noch 'In The End Of The Night'.

Bei dem letztgenannten wurde es dann noch mal besonders eng auf der Bühne, als ob sieben Musiker nicht schon viel wären, holte man ab Mitte dieses Songs noch Fans auf die Bühne, aber nur Mädels, wahrscheinlich weil die weniger Ärger machen...Dass es auch einen Fanchor gab, mit dem man die eine oder andere Stelle geübt hat, versteht sich fast von selbst. Die Interaktion zwischen Band und Fan war von Anfang an gegeben und wie...

Zum Schluss gab es dann noch vier Zugaben 'Barroom', 'Skin', 'THT' und das erwähnte 'In The End...'.

Letztendlich muss man sagen auch wenn es schon selten ist dass die Jungs in Deutschland spielen und man schon deshalb hingehen muss, ist ein Konzertbesuch wenn man es ermöglichen kann eine Augen- und Ohrenweide. Auch die Merchpreise waren im angenehmen Rahmen, nehmen wir mal ein Hoody-Zipper für 35 €, damit lässt sich leben oder? Ähnlich verhielt es sich bei den anderen Artikeln.

Es war ein geiler Abend mit dieser Band und wenn wir die Chance haben wieder auf einen Gig zu gehen werden wir das tun! Bis dahin verabschiedet sich eure Roadcrew!

Andy / Car Sten