Konzerte

Heidenfest
Varg, Hämatom, Die Apokalyptischen Reiter, Winterstorm, Skyforger, Finntroll, Korpiklaani

16.Oktober bis 16.Oktober 2015

Heidenfest-Tour 2015

In Stuttgart begann die diesjährige Heidenfest-Tour, dann auch noch gleich als Extended Show, d.h. dass die gebuchten Bands Winterstorm, Skyforger, Varg, Korpiklaani und Die Apokalyptischen Reiter durch Hämatom und Finntroll aufgestockt wurden.

Pünktlich um 15.30 Uhr legten die Jungs von WINTERSTORM los, ihrem Namen gerecht werdend, feuerten und feierten sie ihren Gig über auf und mit den Fans. Ein geil performter Song folgte dem nächsten.

Darauf sollten die Litauer von SKYFORGER folgen, die mit ihrem neuen Output „Senprusija“ wieder an alte Tage anschließen und mit gehörig Druck und Groove die Fans in die Frühzeit ihres Landes und deren Mythen entführen. Eine wirkliche macht was die Jungs darboten und auch den Fans gefiel, denn es sammelten sich immer mehr vor der Bühne.

Bei HÄMATOM konnte man so eine gewisse Zweiteilung feststellen, es wurde auch diskutiert ob „die“ auf einer Pagan-Veranstaltung zu spielen hätten. Ich finde ja. Nord, Ost, Süd und West machten eine geile Show, versprühten Charme und Witz, noch wichtiger sie lieferten einen sehr fetten Auftritt, bei dem jeder auf seine Kosten kam, die Headbanger genauso wie die Pogoianer. Mit ‚Sturm‘, ‚Eva‘, ‚Seelenpiraten‘ oder ‚Alte Liebe rostet nicht‘ und natürlich als letzten Song darf dieser nicht fehlen ‚Leck mich‘. Ja, sie zeigten, dass es berichtigt war die Jungs einzuladen.

Danach war es an einer anderen bayrischen Band die Hausnummern neu zu verteilen. VARG schickten sich an ihren ersten Gig auf dieser zu spielen, hatten aber Probleme mit der Technik wodurch sich ihr Auftritt verzögerte. So round about 15 Minuten war man später dran. Also legte man gleich wie die Feuerwehr los und nach dem Intro kam dann gleich ‚Das Ende aller Lügen‘, ‚Schwertzeit‘, ‚Frei wie der Wind‘ und irgendwann bekamen die Jungs signalisiert, dass sie ihr Set um zwei Songs kürzen müssten, wegen der Verspätung, Schweinerei, denn die anderen Bands mussten nicht zur Blutbank, denn danach war man immer noch wieder beim alten Zeitplan… Die Jungs spielten die Show professionell zu Ende und was kann als letzter Song schon kommen? Richtig, ‚Rotkäppchen‘, das alte Luder. Das was geboten wurde war über jeden Zweifel erhaben, Spielfreude und Authenzität pur, eben VARG, die Pommesgabel zum Gruße!!!

FINNTROLL durften nun die Bühne rocken und ich war gespannt ob ihr Fronter wie letztes Mal als ich die Band sah mit neon-orangenen Hosen die Bühne betreten würde. er tat es nicht, zumal die Jungs ja auch ein  Jubiläum hatten: 15 Jahre „Nattfödd“. Heute hatten die Jungs richtig Spaß und ließen es schön krachen, der leichte Wandel der Band in Sachen Taktung fällt einem besonders auf, da des Öfteren das Doublebass zum Einsatz kommt. ‚Blodsvept‘, ‚Under Bergets Rot‘, ‚Solsagan‘, ‚Nattfödd‘, ‚Urswamp‘, ‚Skogsdotter‘ nur um ein paar zu nennen bevor man dann ‚Trollhammaren‘ anstimmte und der Schlusspunkt war dann bei ‚Jaktens Tid‘ erreicht. Zuvor kam noch Jonne auf die Bühne und betätigte sich als Background-Sänger.

Jonne, gutes Stichwort, er und seine Mannen nun am drannsten die Bühne zu übernehmen, die feiernden Fans zu beglücken, den Freudetaumel fort zu setzen. KORPIKLAANI hatten an diesem Abend richtig Bock, das merkte man jedem einzelnen an, so agil und frisch habe ich die Jungs schon lange nicht mehr gesehen. Mit Songs wie ‚Journey Man‘ auf Position zwei der Setlist, ‚Kantaiso‘, ‚Sahti‘, ‚Vaarinpolkka‘, ‚Metsämies‘, ‚Kultanainen‘ das waren so die Songs die gespielt wurden bevor man am Ende nochmals richtig aufzog mit ‚Vodka‘, ‚Rauta‘ und dem letzten Song ‚Wooden Pins‘. Sehr gute Show der Jungs zum Tourauftakt.

Jetzt kamen Fuchs, Dr. Pest, Volkmann und Co. um der Szenerie den Rest zu geben. Wie stellt man DIE APOKALYPTISCHEN REITER jemanden vor, der sie noch nie gesehen hat – denn das ist fast unmöglich. Eine sehr agile, fanverbundene, atmosphärische, groovige Band die es auch sehr gut versteht Dampf zu machen mit einem sehr präsenten Fronter. So war das auch an diesem Abend. Wenn ihr die Band kennenlernen wollt müsst ihr euch beeilen, denn die Band macht demnächst eine längere Bühnenpause! An diesem Abend gab es ‚Wir sind das Licht‘, ‚Adler‘, ‚Revolution‘, ‚Es wird schlimmer‘, ‚Auf die Liebe‘, ‚Der kleine Wicht‘, ‚Der Seemann‘ und am Ende des Sets gab es dann noch ‚Reitermania‘, ‚Der Rausch‘, ‚Adrenalin‘ und natürlich der Song den fast jeder kennt, auch wenn man nicht immer die Band dazu weiß: ‚Metal will never die‘ – Das ist doch mal ein Finale, oder?

Ja, die Heidentour war wieder ihre Reise wert, bis auf den Wermutstropfen bei Varg, der mir immer noch nach hängt. Die Location ist wie immer über jeden Zweifel erhaben, das LKA Longhorn in Stuttgart. Euch und allen Bands und Fans die Pommesgabel zum Gruße, bis zum nächsten Gig sagt

eure Roadcrew

Car Sten und Güni






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