Konzerte

Tankard
Squealer

29.Mai 2002

20 Jahre Tankard, dazu hatte die Band geladen und die Fans des Vierers machten sich zahlreich auf den Weg. Als Vorband sollten Squealer, die im Frühjahr für Judas Priest eröffneten, dem Publikum einheizen und mit ihrem traditionellen Metal-Stil gelang dies auch. Das Set wurde routiniert runtergespielt und mit lustigen Ansagen à la : „Jetzt spielen wir etwas von Tankard, ach nee, die kommen ja erst.“, selbstironisch dargeboten. Innovativ waren sie allerdings zu keiner Zeit und als Fazit lässt sich sagen, dass die Band auf CD wohl nur halb so gut klingt wie live. Dem Publikum gefiel es dennoch und sie waren heute sowieso nur aus einem Grund gekommen.

Nach Squealer füllte sich die Batschkapp nun fast völlig und Tankard wurden auf die Menge losgelassen. An diesem Abend hätten sie wahrscheinlich den größten Unsinn spielen können (taten sie manchmal auch) und wären trotzdem abgefeiert worden. Da der Sound aber in Ordnung (etwas zu basslastig) und die Band noch nicht allzu besoffen waren, trashten die Jungs so richtig derb los. Wer filigranes Solospiel erwartet hatte, wäre wohl besser ganz zu Hause geblieben, denn live wurde der Punkeinfluss von Tankard einmal mehr sehr deutlich. Party-Pur wurde geboten mit Kühlschrank auf der Bühne und lustigen, sympathischen Ansagen von Gerre („He, Ihr versteht meinen Humor gar nicht mehr…“), der mehr als einmal seinen doch recht umfangreichen Bierbauch dem Publikum präsentierte.

Das Set war sehr gut gewählt und ließ kaum Wünsche offen, von Demo-Tagen angefangen bis zum neuen Output „B-Day“ wurde alles abgedeckt. ‚Zombie Attack’ und ‚Empty Tankard’ wurden am meisten abgefeiert, aber auch bei den anderen Songs (Tankwartsongs mischten sich ebenfalls darunter) wurde kräftig gedived und gemosht. Mit zunehmender Spieldauer(insgesamt Ca. 2 Stunden) machte sich dann allerdings der Alkoholkonsum bemerkbar, insbesondere Frank, der Bandgründer, lag öfters mal neben dem Takt, aber dies sei an diesem Abend verziehen. Zum Schluss kam noch Ex-Mitglied Andi auf die Bühne, um einen Song zu zocken, der durch Instrumententausch der Band aber etwas erschwert wurde.

Als Fazit kann nur gelten: "Freibier für Alle, Sonst gibt's Krawalle!"

Christian Kremp 






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