Konzerte

Rekwi Festival 2012

20.Oktober bis 20.Oktober 2012

"Home sweet Home" könnte man es nennen, denn die Veranstaltung wurde wieder zurück verlegt von Wunsiedeln nach Hof. Über pünktlich kam unsere Roadcrew vor Ort an und musterte schon mal was es so zu bestaunen gab: Viele Fans waren ebenfalls sehr früh anwesend, manch ein Pressevertreter, die Security und man bestaunte die neue Halle, welche 2008 abgerissen wurde und nun in neuem Glanze erstrahlt. Jedoch durfte man diesen Anblick länger genießen als geplant, da sich der Einlass um eine halbe Stunde nach hinten schob. Wie sich später heraus stellte gab es ein größeres technisches Problem und diese müssen eben geregelt sein, absolut verständlich.

Und gerade da es dieses Problem am Anfang gab ist es doch bemerkenswert, dass pünktlich nach Plan die erste Band die Stage erklomm. Jedoch hatte der verspätete Einlass auch seine negative Seite, nicht alle Fans die rein wollten zu diesem Zeitpunkt kamen auch rein, da es noch ein wenig Stau gab bei den Einlasskontrollen, die aber absolut von Nöten sind, für die Sicherheit aller.

SENICIDE ist der Opener, eine lokale Band die sich aufmachte ihren Thrash/Death einer leider überschaubaren Menschenanzahl zum Besten zu geben. Es handelt sich um eine junge Band die noch auf der Suche der eigenen Identität ist, dem eigenen Groove, Drive und Esprit. Dies alles vermisste man leider auch wenn die Leidenschaft zu spüren und zu hören war. Als Songs bot man 'Our Son', 'Virtue Of Mind', 'Cthonian Aeons', 'Black Clergy' oder auch 'Cthulhu Riseth'. Ein ambitionierter Gig und nach ca. einer halben Stunde verließen die Mannen die Bühne mit dem dazugehörigen Beifall versehen.

Als nächste Band schickte sich CONTAMIANT an die Bühne zu rocken. Die Jungs spielten auch einen guten Mix aus Thrash/Death, boten stimmlich Growls als auch Clean Vocals an, sehr variabel und durch aus schön arrangiert jedoch musste diese Kapelle mit Soundproblemen kämpfen. Eine Sache die zumeist dem Opener gegönnt ist, nun war es die zweite Kombo. Auch sie hatten einige Songs im Rucksack unter anderen 'Darkness Reflects The Heavern', 'Confessional Secret', 'Isolation Towards Death', 'Iron Butterfly' oder auch den letzten Song des Gigs 'Shaitan'. Auch sie gingen bedacht mit nötigen Applaus von der Bühne, agil und frisch ebenso ansprechend die Show als solche, viel Nebel dazu noch die Lichtspiele, super arrangiert. Man merkte deutlich, dass es nur stetig bergauf gehen würde.

Ein weiterer lokaler Stern machte sich auf die Bühne zum Beben zu bringen, jedoch gibt es hier eine andere Hausnummer. Die Buben die nun kommen sollten haben schon einiges an Bühnenerfahrung, ebenso sind sie Tour erfahren, das aktuelle Album hört auf den schönen Namen "Warhorns Of Midgard", zu dem haben sie auch schon einen Labelwechsel hinter sich, also eine recht bewegte Bandhistorie gemessen an der Zeit die die Band besteht. NOTHGARD ist der Name und man bot von selbigen Album unter anderen folgende Songs 'Lex Talionis', 'Under The Serpent Sign', 'Warhorns Of Midgard', 'Victory', nein, kein Running Wild Cover 'Blackened Sky' und zu guter letzt, wie könnte man es auch besser wählen als letzten Song für einen Gig 'Ragnarök'. Zu all diesen geilen Songs gab es natürlich eine geile Bühnenperformance, eine super abgestimmte Lightshow und auch soundtechnisch war man im gesunden oberen Drittel beheimatet. Man durfte zu all dem auch noch feststellen, dass die Lautstärke immer ein wenig höher gedreht wurde, gemessen an dem Ursprungspegel bei Senicide. Habt Dank für diese geile Show, Männer!

Es machte die Gerechtigkeit auf den Weg die Bühne zu übernehmen um Gericht zu halten über das anwesende Volk, über deren Gebaren und Verfehlungen, selbstverständlich folgte darauf auch gleich das Urteil. Tod durch Deathmetal! Man hätte es schlimmer treffen können, zum Beispiel Hansi Hinterlader oder so was in der Art...Mächtig kamen sie an hatten gleich einen Bezug zu den Fans aufgebaut, die Interaktion passte und auch die Songauswahl 'Life Undead', 'Total Blackout', diesen hatte manch ein Fan zu späterer Stund zu verbuchen, dazu gab es noch ein Cover mit 'Street Justice' oder '2 Minutes To Live', 'This World Is Mine', 'War TV' oder der letzte Song, der Song der den Gig beenden sollte 'Highschool Death'. Auch sie hatten einen guten Sound, eine gute Lightshow, somit alles in Allem einen guten Auftritt hingelegt, Danke!

Und von nun an geht es Schlag auf Schlag, ein Superact folgt dem Nächsten. Eröffnet wird dieser Reigen von unseren Bergischen Löwen, OBSCURITY, eine Band die für Agilität und Authensität steht und diese natürlich auch lebt. Führt man sich dazu noch vor Augen, dass der Sänger und Basser alles andere als gesund waren, muss man wirklich den Hut ziehen für diese Show. Im Gepäck das absolut neue Langeisen, welches es erst einen Tag in den Läden gab "Obscurity" und natürlich gab es hauptsächlich von diesem Album auf die Ohren, aber die Band hat eine Vielfalt an geilen Songs somit ist auch klar, dass man von den alten Songs auch was bieten würde und so geschah es...Als Songs bot man uns an 'Varusschlacht' als Opener, fett! Dazu noch 'Strandhogg', 'Weltenbrand', 'Wer Wind sät', 'Obscurity' und natürlich gab es 'Nach Asgard wir reiten', was wäre ein Obscurity-Auftritt ohne diesen Song...undenkbar! Es folgten dann nur noch '‚Bergischer Hammer'. Zu diesen Zeitpunkt, als diese geile Band aufspielte waren die meisten Menschen vor der Bühne versammelt und bangten was das Zeug und der Nacken her gab. Aber auch die Band bot einiges, sowohl der Basser als auch Fronter gingen in den Photograben und spazierten spielend und singend dadurch, zeigten Fannähe die einen ein wenig an Onkel Tom erinnerte, sensationell. Man durfte mit den Jungs "kuscheln" oder mitsingen wenn man nah genug dran war...Und genau das ist der Funken, der schon zu Beginn da war, man merkte das die Jungs richtig Bock hatten und gaben alles, sie waren authentisch. Die Fans bedankten sich auf ihre Weise: Man war zahlreich vor der Bühne und bangte was das Zeug her gab, mach ein Fan zog auch ein kleines Minipogo auf, nun gut kann man machen muss man aber nicht - es ist schließlich Metal und keine ausgerufene Wall-of-Death oder so etwas...Obscurity, ihr seid die Geilsten!

Bei den Zuschauern muss man hier leider jetzt schon eine traurige Nachricht vermelden: Bei dieser Band definitiv die meisten Fans vor der Bühne, so viele sollten es in der Folge nicht mehr werden, leider. Nach Obscurity gab es ein Abwandern, keine Ahnung wohin, aber weg, das ist schade für die noch spielenden Bands als auch für den Veranstalter...Auch am Bierstand oder auf der Raucherterasse waren die Menschen nicht zu finden, sehr schade!

Nun war an der Zeit einen Tourkollegen von Obscurity die Bühne zu übergeben, HELRUNAR war nun an der Reihe, das frohlockende und feierwütige Volk zu unterhalten, zum Tanzen zu bewegen, zu entzücken...und man tat was man konnte, wer allerdings die Band kennt, weiß, dass das nicht immer leicht mit den Songs die diese Band schreibt. Ja und somit setzte der zuvor erwähnte Abwanderungspunkt ein, es waren immer noch genügend Fans vor der Bühne und lauschten bei 'Kollapsar', 'Unten und im Norden', 'Unter dem Gletscher', 'Nebelspinne' oder 'Ich bin die Leere' oder auch 'Älter als das Kreuz'. Geile Songs, keine Frage, aber ab der Hälfte ungefähr wurden es immer weniger Fans die vor der Bühne lauschten und bangten. Die Band ist über alle Zweifel erhaben, auch der Sound und das Licht, es passte alles nur eben der Schwund, sehr schade...

Eine Legende war nun an der Reihe die tiefste Dunkelheit einziehen zu lassen, eine Band die man nur recht selten auf Tour sehen kann, zumindest in unseren Breiten. Es handelt sich um Dolk und seine Mannen von KAMPFAR. Des Öfteren wies Dolk darauf hin, dass es mehr Old-School-Songs geben würde, da die Fans via Internet dies so wünschten. Was man drunter verstand seht hier hier: 'Mare', 'Inferno', 'Troll, Dod Og Trolldom', 'Norse', 'Hymne', 'Lyktemenn', 'Til Siste Mann', 'Huldreland', 'Vettekult', 'Altergang' und last but not least 'Ravenheart'. Das nenne ich mal ein ausgewogenes Old-School-Brett, oder? Gute Mischung und dann noch dem Wunsch der Fans gefolgt, wobei es den Fans in Hof relativ egal war, Hauptsache war, dass Kampfar gespielt hat und das haben sie und zwar in ihrer ureigenen Art und Weise. Dolk ist nun mal eine Frontsau und die Musiker hinten dran haben ebenso gepost, guter Sound und laut war, man hatte richtig Spaß, der Bass drückte ein wenig, die Gitarre kam super rüber...Metallerherz was willste mehr? Ein guter Auftritt ging zu Ende. Aber die Vorboten das noch Kommende warfen ihre Schatten schon voraus, so ein leises knistern gab es zu vermelden, einer der Co-Headliner war nun dran...

Es sollte blutig und blackmetallig bleiben, jedoch ging es nun vom hohen Norden in die Berge, ein Land welches an Bayern angrenzt und viele gute Bands hervor gebracht hat, aber im Black Metal Bereich fällt einem nur eine ein...

BELPHEGOR war nun dran! Helmut und seine Mannen schickten sich an nachdem gefühlten fünften Intro die Bühne zu bearbeiten, alle benötigten Accessoires hingen an den Ständern vom Saukopf bis zu diversen anderen Körperteilen war alles bereitet, die Lichttechniker haben schön auf Blau umgestellt mit einem leicht violetten Anteil versehen, später sollte das typische Rot noch folgen, alles Farben die wir Photographen so lieben und unsere Objektive jedes Mal gerne auswandern würden...Musikalisch kam man dann richtig zu Potte, mit 'Feast Upon The Dead', 'In Blood - Devour This Sanctity', 'Angeli Mortis De Profundis', 'Belphegor Hells Ambassador', 'Necrosaemon Terrorsathan', 'Pest And Terror', 'Justine - Soaked In Blood', 'Rise To Fall And Fall To Rise' oder auch 'Bondage Goat Zombie'. Ist das nicht ein fettes Set, das die Buben da geboten haben? Ein Brett nach dem anderen und immer mit den nötigen Intros versehen, man überlies nichts dem Zufall, es gab das volle Brett, die volle Dröhnung. Ein perfekter Auftritt, viel Zwiesprache mit den Fans gab es eh noch nie, man konzentrierte sich auf das Nötigste und Wichtigste, die Mucke und kam richtig fett und gut. Die Jungs erfüllten ihren Job wirklich mit Wonne, als Co-Headliner und man reizte die Spielzeit voll aus. Aber auch der schönste Gig ist irgendwann zu Ende und man musst weichen und man wich einer anderen Band, die auch ihre Spuren tief gesetzt hat, einen Sängerwechsel zu verbuchen hatte und man immer fragte ob der neue genauso gut sie wie der Alte?

Mit dem neuen Album wurden alle Zweifel getilgt und man konnte sich vorberieten auf einen geilen Auftritt auch wenn die Zuschauerzahl immer weniger wurde. Man könnte auch sagen die Jungs waren für die Chill-Out-Mucke zuständig...die Rede ist von EQUILIBRIUM oder wie manch Fan sie auch liebevoll ruft: Ephibrilium...

Der Bands war es egal, man feiert mit den verbliebenen Fans ein Fest und dieses wurde mit folgenden Songs garniert: 'Blut im Auge', 'Ewig Sieg', 'Met', was wäre ein Auftritt ohne Met, sowohl des Songs als auch des Getränks, nicht denkbar! Dazu gab es noch 'Ruf in den Wind', 'Verbrannte Erde', 'Unter den Eichen', 'Unbesiegt' oder auch 'Die Affeninsel'. Dies war es was die Band gespielt hat, nicht alles, ein zwei Songs fehlen, aber mit diesen Infos könnt ihr nachvollziehen was ihr verpasst habt. Natürlich bot die Band eine gute Performance, selbstverständlich gab es die Interaktion mit den Fans, natürlich war der Sound perfekt. Eine geile Co-Headliner-Band rundet dieses Rekwi ab und beendet es auch zugleich, da nach Ihnen niemand mehr folgen sollte.

Dank geht an alle Bands die gespielt haben, ihr ward super! Die Organisation war auch super, der Zeitplan bei den Bands konnte fast Minutengenau eingehalten werden. Die Halle war top, die Security so wie man es haben will, im Hintergrund und nur wenn nötig mal aufbrausend.

Die Speisen und Getränke und vor allem deren Preise hielten sich im normalen Rahmen, nicht überteuert oder so. Einzig, wenn man motzen möchte, wäre die Bonkasse an den Getränkeständen in der Halle zu nennen, da sollte man sich evtl. ein anderes System überlegen oder einfach beim Bargeld bleiben. Dies hätte manch eine Irritation verhindert. Dies ist aber auch der einzige Punkt über den man motzen könnte.

Alles in Allem war es mal wieder eine Reise wert wie diese zu tun, nach Hof zum Rekwi: Dank sagen wollen wir auch speziell an den Hauptverantwortlichen Mario und all seine Helfer, dass wir wieder kommen und diesem Fest beiwohnen durften.

Auf ein Rekwi im Jahre 2013, bis dahin verabschiedet sich eure Roadcrew

KoJe / Car Sten






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