Konzerte

PartySan Open Air 2006

10.August bis 12.August 2006

Mittwochs nachts sind wir mit etwas Verspätung zum PartySan aufgebrochen und waren dann Donnerstags morgens um ca. 4:30 da. Also war noch viel Zeit, wir haben dann erst mal unseren aus Müllsäcken bestehenden Pavillon aufgebaut.

Da wir irgendwie alle nicht schlafen konnten sind wir relativ früh zum einkaufen gefahren mit dem extra fürs Festival eingerichteten Shuttelverkehr. Das ganze hat einen Euro gekostet aber der wars definitiv wert denn in diesem Bus konnte man nicht nur rauchen nein es befand sich darin auch eine kleine Theke an der man sich Bier kaufen konnte und gleichzeitig war das auch ein DJ Platz. Der DJ hat gute alte Klassiker gespielt von Black Sabbath, AC/DC oder auch Saxon d.h. ein ganzer Bus voll Metaller die am bangen waren wurden da durch Bad Berka gefahren muss für Außenstehende ziemlich lustig ausgesehen haben das Ganze.

Na ja aber jetzt mal zum eigentlichen Festival zurück und zum ersten Tag an dem erst mal nur fünf Bands im Zelt gespielt haben…

Eroded

Das Zelt war verdammt gut besucht, auch wenn das etwas dauerte auf Grund der strengen Kontrollen am Eingang des Partyzelts. Es war wirklich ein Kampf weiter nach vorne zukommen und das schon bei der ersten Band des ganzen Festivals.
Diese Band namens Eroded bietet einen super Death Metal Sound der alten Schule und die Menge nahm dies wirklich begeistert auf. Die Lightshow war relativ einfach gehalten und optisch war auch nicht so viel geboten, das war aber auch egal schließlich sieht man eh nicht so viel, wenn man die ganze Zeit am bangen ist.
Die Stimmung war zum überkochen Eroded lieferten super Blastattacken und waren ein sehr guter Opener für dieses Festival. Songs wie 'The Goats Of Heaven' und 'Beneath The Cross' wurden frenetisch gefeiert und wirklich super vom Publikum aufgenommen. Ein klasse Auftakt für ein noch richtig geiles Wochenende. (OhLi)

Helrunar

Im Vorfeld zum Konzert von Helrunar, vor allem beim Soundcheck, waren vereinzelt "Schlachtrufe" von irgendwelchen hirnlosen Vollidioten zu hörn, die es anscheinend wohl nie kapieren werden, dass Metalfestivals nicht für irgendwelche politischen Zwecke stattfinden. Glücklicherweise hatten wir eine gute Security, die diesen Leuten nur zu gern den Weg zum Ausgang gezeigt haben. So konnten die Münsteraner ihren Gig vor einer guten Kulisse spielen. Es war auch die beste Zeit, um im Zelt Black Metal zu spielen: erster Abend, noch nicht so viel Alkohol (das kommt noch...). Und so legten Helrunar auch gleich los. Sie beglückten die Menge mit glaubwürdigem, klischeetreuem Black Metal. Sie sorgten für großen Jubel bei den Anwesenden und spielten ein gutes Set aus ihrem Repertoire. 'Älter als das Kreuz' entwickelte sich zu einem echten Reißer. Aber auch bei den anderen Stücken, z.B. 'Ich bin die Lehre' und 'Hauch wird Sturm', bewies die Band, dass ihr Ruf als "Power Metaller, die mit Black Metal Geld machen wollen" ungerechtfertigt ist. Die Stimmung war ausgelassen, und ein jeder hatte wohl seinen Spaß. N bisschen genervt ham lediglich diese blöden Fotofritzen, die vor der Bühne rumgezappelt ham und sich meistens so aufgeführt haben wie die Bosse... (war da jemand sauer, dass er keinen Fotopass bekommen hat ;-) ). Helrunar suchten auch den Kontakt zum Publikum und man merkte ihnen den Spaß sichtlich an. Am Ende des Gigs spielten sie noch 'Dreifach Dorn' vom letzten Silberling und die Besucher warn`s zufrieden. Der Bass klang zwar leicht übersteuert, während des Gigs, aber egal. Nach einer viel zu kurzen Spielzeit gingen Helrunar von der Bühne, und der Wunsch nach einer Zugabe verhallte ungehört. (Rune)

Hate

Diese Band aus Polen ist schon seit 15 Jahren aktiv, aber sie haben immer nocheiniges drauf...
Hate verspäteten sich nur um ca. eine Viertel Stunde trotzdem wurden die Fans schon ungeduldig und versuchten die Band mit "Hate Hate Hate"-Rufen auf die Bühne zu kriegen. Das Warten hatte sich gelohnt denn nicht nur der Sound war megaklasse, sondern auch optisch machen die Jungs einiges her. Wenn man von der Schminke absieht hatten sie z.B. Nietenarmbänder an, deren Nieten mehr an Vierkantnägel erinnerten, ebenso sah der Beinschmuck aus und Ketten wurden hier auch als Gürtel benutzt.
Das Bühnenbild welches aus Totenschädeln bestand rundete den Gesamteindruck noch ab. Die Menge war begeistert und es gab auch einige Stagediver. Die Temperaturen im Zelt stiegen immer weiter vor allem bei dem Song 'Immolate The Pope' diesen Song haben sie geschrieben als der alte Papst noch am Leben war.
Falls ihr mal die Möglichkeit haben solltet euch diese Band live anzusehen dann fahrt hin, dort wird euch wirklich noch schneller und technischer sehr guter Death Metal der alten Schule geboten. (OhLi)

Watain

Schummriges Dämmerlicht, Kerzen die stetig niederbrennen. Öllampen, die Weihrauch verströmen. Eine große Meute in noch größerer Erwartung. Eine Band, die es nicht so mit Pünktlichkeit hat. Soviel zur Optik und genug der Vorworte. Watain bestiegen die Bühne mit Verspätung. Somit hatten die Anwesenden genug Zeit, sich von dem kryptisch wirkenden Bühnenset einstimmen zu lassen. Gute Taktik, denn Watain fangen nach dem Intro direkt an guten Black Metal zu spielen. Ich persönlich sah die Band zum ersten Mal und war dementsprechend gespannt. Der Sound klang teilweise sehr roh, und phasenweise übersteuert. Musikalisch war der Gig okay, Watain boten einen Schwerpunkt auf den neueren Alben. Mit 'Storm Of The Antichrist' brachten sie auch ein Stück von dem kommenden Album und der Track machte gleich Lust auf mehr. 'I Am The Earth' konnte vom nun lichter werdenden Publikum einige Begeisterung ernten und ‚Blood Salvation' hielt das Zelt bei Laune. Die Verbreiter des diabolischen Evangeliums gaben sich redlich Mühe, was ihnen nicht weiter schwer fiel. Besonders der Drummer, der nahezu perfekt dabei war, sein Kit zu verprügeln und das, obwohl er ziemlich schmächtig und verloren hinter der Batterie aussah. Und wohl das Aushängeschild der Band, Sänger Erik, der wild umherhüpfend und gestikulierend der Bühnenshow leben verlieh. Leider wars nach einer halben Stunde schon wieder vorbei. Und leider machten die Schweden (gerüchteweise) mit politischem Schwachsinn und anderen, bekloppten Möchtegern-Rocker-Attitüden die Gegend und ihr Hotel unsicher. Warum, weswegen sollen andere klären. Der Gig war jedenfalls einsame Klasse. (Rune)

Master

Kurz nach zwölf wars dann Zeit für den Headliner des Donnerstags: die Death Metal-Urgesteine Master waren bereit, der erwartungsvollen Menge ihre Death-Granaten um die Ohren zu dreschen. Und sie griffen an! Wie üblich gab der 3er um Paul Speckmann 150 Prozent! Und wie üblich kannten die Jungs nur ein Ziel: keine Gefangenen! Die Menge hatte sich bis dato leider schon halbiert, das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Ohne ein Intro gab es gleich die maximale Vollbedienung in Sachen Härte. Bei Gelegenheit muss mir mal jemand erklären, warum sich Pauls Bart nie in seinem Bass verfängt. Ich meine, hat das Ding ein Eigenleben? Oder stoßen sich Bass und Bart wie gleichpolige Magneten ab? Egal, die Menge mosht, pogt und grölt, dass es eine wahre Freude ist. Die biervernichtenden Besucher jubeln zu alten wie neuen Gassenhauern der Band, und während sich das Trio auf der Bühne total verausgabt, drehen die Hundertschaften vor der Bühne extremst ab. Einige Versuche Pauls, deutsch zu reden, die doch sehr lustig rüberkamen, zeigten den Spaß, den sowohl Band, als auch Anhänger hatten. So feierte man eine Party und man kann wohl sagen, dass Master wohl der gelungenste Act waren und völlig zu Recht der Headliner des Donnerstags. Irgendwann entblößte ein Fan auf der Bühne seinen nackten Arsch, und das Gelächter war groß. Sehr abgeputzt sah der aber nicht aus. Und am Ende des Gigs (und zu Beginn der "After"-Showdisco) war jedem Besucher klar: Das PartySan Open Air 2006 hatte begonnen! (Rune)



Um zwölf Uhr sollte eigentlich das Festivalgelände auf machen ich glaube es war weit nach zwölf eins oder so bis endlich offen war, diejenigen die ganz schnell rein wollten rannten gleich Richtung Offiziellem Merchandise Stand um sich wohl eines der limitierten T-Shirts zu sichern....
Jedem das seine ich hab mir erst mal an sich angesehen was für Stände so da sind und hab es gleich wieder bereut, weil ich dafür definitiv zu wenig Geld dabei hatte denn hier waren eigentlich nur gute Stände nicht so ein Scheiß wie auf vielen anderen Festivals nicht überall schlecht gedruckte Aufnäher und Sonnenbrillen....
Um vierzehn Uhr fing dann die erste Band an zu spielen…

Killing Spree

Der Opener des Freitags waren die Cottbuser Killing Spree. Der Nieselregen hatte angefangen aufzuhören, die meisten Besucher waren wieder auf den Beinen und belagerten die Metalstände. Da man von überall auf dem Platz einen guten Blick zur Bühne hat, konnte man gut einkaufen und die Deather trotzdem gut sehen. Leider ist der Sound von Killing Spree vom Winde verweht, so dass man fast rein gar nix versteht. Weder das brachial-geniale 'Discovery' noch der Spaß, den die Jungs versprühen, könnte dem Gott des Windes entgegenhalten. Und so ging der Freitagsopener leider total unter, was mehr als schade ist, denn die Kerle ham echt was drauf.... (Rune)

Kaamos

Der letzte Auftritt von Kaamos, bevor sie sich auflösten, war richtig gut viele Fans hatten sich eingefunden um Kaamos noch einmal live zu erleben. Für die zweite Band des Tages war es richtig voll.
Die Lightshow ist leider wegen der Helligkeit unter gegangen, wenn man diese besser gesehen hätte wäre der Auftritt noch besser gewesen. Die Fans waren anfangs noch etwas zurückhaltend was wohl auch an der frühen Uhrzeit gelegen haben könnte, aber die Stimmung wurde immer besser und es war ein gelungener Abschied.
Es wurden viele bekannte Songs gespielt wie 'Curse Of Aeons', 'Blood Of Trails' und 'Dawn Of Men'. Den letzten Song haben Kaamos allen gewidmet die die Band immer unterstützt haben. Die Verabschiedung des Sängers war relativ kurz. Nach einer achtjährigen Karriere geht der Death Metal Szene damit leider eine richtig gute Band verloren, aber vielleicht steht ja irgendwann wieder eine Reunion an. (OhLi)

Severe Torture

In Holland gibt es nicht nur Grass und Tulpen und schlechte Fußballmannschaften nein, sondern auch die Jungs von Severe Torture sind Holländer und lieferten mit ihrem PartySan Auftritt mal wieder eine gute Show, das ganze Publikum in den vorderen Reihen war heftig am Bangen und diese Death Metaller heizten den Fans richtig ein Geprügel vom Feinsten, das ganze könnte auch ohne Probleme aus Florida stammen.
Der Band hat es wohl auch richtig Spaß gemacht und bangten wohl mit den Fans um die Wette. Es wurden sowohl neuere Songs vom 2005 erschienenen Silberling "Fall Of The Despised" gespielt als auch ältere Sachen, das war aber im Endeffekt völlig egal denn mit den Holländern war Party angesagt, auf jeden Fall sind sie wesentlich beliebter als ihre Nationalmannschaft. Gespielt wurde, nur um euch mal einen kleinen Einblick zu geben, 'Sawn Off' und auch der Titelsong des im Jahre 1998 erschienenen "Baptized In Virginal Liquid" - Demos. (OhLi)

Fall Of Serenity

Da Dew Scented Line Up-Probleme hatten, und deswegen nicht auftreten konnten, sind kurzerhand Fall Of Serenity eingesprungen. Und sie durften auch gleich mit Deströyer 666 den Platz tauschen. Der 5er aus Jena spielte soliden Death Metal, und man hat gesehen, dass die Jungs den (Ersatz-) Platz auf dem diesjährigen PartySan wirklich verdient hatten. Es bildete sich auch eine größere Traube vor der Bühne, um die Lokalmatadoren zu bejubeln. Einzig die nervigen Kommentare des Sängers (Wetter ok? Bier ok?, Hände hoch für das geilste Festival in Deutschland, Europa und der ganzen Welt) waren fehl am Platz, aber ansonsten waren Fall Of Serenity ein mehr als würdiger Vertreter für Dew Scented. (Rune)

Deströyer 666

Leder und Nieten in allen Formen und Variationen... ja damit lassen sich Deströyer 666 schon gut beschreiben. Deströyer 666 haben zwar erst um 18:00 Uhr angefangen eigentlich sollten sie ja um 17:00 Uhr schon spielen, aber da Dew Scented nicht auftreten konnten wurde die Running Order etwas geändert.
Schon seit 1994 steht diese Band für gut gespielten Old School Thrash Metal mit diversen Death- und Black-Einflüssen, leider spielen sie nicht so oft bei uns, das war wohl vielen bewusst denn einige unterbrachen für diese Australisch-Niederländische Band auch ihre Einkaufstour. Natürlich wurde bei Songs wie ‚Unchain The Wolves' trotz teilweise schon stark strapazierter Stimmbänder ordentlich mitgegrölt.
Sie hatten eine richtig gute Lightshow, die man trotz der Helligkeit teilweise gut sehen konnte, lag wohl am Einsatz einiger Strahler. Auch bei Liedern wie 'Australian And Anti-Christ' war die Stimmung der Fans super, am Ende huldigten Deströyer 666 noch der altbekannten Black Metal Legende Venom mit einer Version von 'Live Like An Angel (Die Like A Devil)'.
Ein wirklich gelungener Auftritt dieser Formation man kann eigentlich nur hoffen, dass sie mal öfter nach Deutschland kommen und die Fans mit ihrem facettenreichen Metal mit schönen Breaks und Tempiwechsel erfreuen, schließlich schien ihnen ihr PartySan Auftritt wirklich Spaß zu machen. (OhLi)

Turisas

Den Auftritt von Turisas kann man leider nicht nur einfach so betrachten, denn die Finnen hatten etwas wichtiges bekannt zugeben. Wie einige von euch sicherlich schon gehört haben hatte Georg Laakso im Oktober letzten Jahres einen schweren Autounfall, er musste nun bedauerlicher Weise die Band verlassen da er sich eine starke Rückenmarksverletzung zugezogen hat. Er sitzt im Rollstuhl und wird wahrscheinlich nicht mehr genesen er kann also auch kein Instrument mehr spielen, da auch seine Fingerfertigkeit stark eingeschränkt ist für nähere Infos schaut am besten auf der Homepage von Turisas nach. Turisas haben beschlossen trotzdem weiterzumachen aber vorerst nur mit einem Gitarrist zu spielen und keinen neuen Gitarristen zu suchen.
Unter diesen Umständen kann man auch den eher mäßigen Auftritt von Turisas verstehen. Die Band widmete Georg den Song 'One More'. Der ganze Auftritt verspätete sich und deshalb konnten sie nicht ganz so lange spielen, gespielt wurde natürlich 'Battle Metal' und 'Rex Regi Rebellis' plus natürlich dem dazu gehörigen Intro. Das Publikum wurde gut mit einbezogen wie z.B. mit der Frage "How is your dancing tonight?". Das Geigensolo hat selbstverständlich auch nicht gefehlt sogar auf deutsch wurde gefragt: "Wollt ihr ein Geigensolo hören?".
Als Abschluss brachten sie noch eine tolle tanzbare Version von Lambada. Die Fans waren begeistert. Anfang des nächsten Jahres soll auch ein neues Album von Turisas erscheinen, darauf freu ich mich jetzt schon. (OhLi)

Nifelheim

Vom Baumarkt direkt auf die Bühne: Die Schweden Nifelheim kamen vernietet und vernagelt auf die Bühne, um der (stetig wachsenden) Meute die Abendstunden einzuläuten. Jedoch hatte man den Eindruck, dass die Band nicht sehr glücklich war über ihren Auftritt. Songs wie 'Satanic Sacrifice' und 'Sodomizer' wurden lieblos runtergerattert, was die Leute vor der Bühne allerdings nicht störte. Sie hatten trotz allem gute Laune und machten eine gute Stimmung, die die Band nach und nach für sich einnahm. Es gab zwar kaum Kommunikation mit dem Publikum, dafür sahen die Mannen aber nicht mehr so demotiviert aus. Das Hauptaugenmerk der Songs lag auf den ersten beiden Alben ("Nifelheim" und "Devils Force"), und vor allem bei 'The Final Slaughter' und 'Storm Of Satans Fire' war der Jubel groß. Das der Sound sehr leise war, hat wohl jeder gemerkt. Vor allem der Gesang konnte sich nie durchsetzen. Leider war die Spielzeit für die Band zu kurz. Vielleicht waren sie deswegen so übel gelaunt. Alles in allem war es aber trotzdem wieder ein geiler Gig. Schließlich kann man über die Schweden ja sagen was man will, aber es macht eben auch immer Spaß, sie zu sehen. Waren dereinst Venom die posigsten Black Metaller, so haben Nifelheim ihnen diesen Rang schon vor Jahren abgelaufen. Sie leben eben nach dem Motto "Die einen sind so megaevil und wir tun so als ob". Aber dafür machen die das wenigstens gut. Leider sollten Nifelheim nicht das einzige Opfer der Zeit (und der Kataklysm-Live-DVD) bleiben.... (Rune)

Hier jetzt mal eine kleine Unterbrechung der Band berichte denn während dem Auftritt von Nifelheim hat sich was lustiges auf dem Campingplatz ereignet. Kurze Beschreibung der Gegebenheiten also wenn man vom Festivalgelände aus erst mal rechts läuft und dann auf den Campingplatz ist auf der rechten Seite ein Graben in den eigentlich alle Typen reinpissen und genau in den Graben hat irgendeiner sein Auto gesetzt.
Das Auto hatte also ne ziemliche Schräglage einige Festivalbesucher kamen dann dem / der Fahrer/in zu Hilfe hab's leider erst gesehen als es schon passiert war kann euch also nicht sagen ob Mann oder Frau am Steuer war auf jeden Fall hat sich schnell eine Menschenmenge dort eingefunden zum Helfen früher oder später müssen sie es auch geschafft haben die Karre da wieder raus zu kriegen. (OhLi)

Cryptopsy

Und nun ist es Zeit die erste kanadische Band auf dem diesjährigen PartySan zu feiern. Und spätestens jetzt ist es sehr schlecht, ganz vorne zu stehn, denn nun begann der Kampf um Zentimeter. Tjaja, und da so ziemlich alle um mich herum auf Geknüppel der Marke "Sonderklasse" aus sind, ist der Jubel und das Geschiebe und Ge- bzw. Erdrücke(-n) sehr groß. Dann waberten Nebelschwaden im weißen Licht über die Bühne, ein bedrohlich wirkendes Intro sorgte noch für das richtige Feeling, und dann krachten die Kanadier los präzise wie ein Uhrwerk aus Helvetien, extrem und taktgenau, sowie man diese Holzhacker eben kennt. Ein astreiner Sound verfeinerte den Gig dann auch noch, so dass ein jeder zufrieden war. Denn Schlappmachen war nicht drin, dass ließen die Kanadier nicht zu. Cryptopsy hämmerten ihren Anhängern ein Potpourri aller ihrer Werke um die Ohren, wobei der Schwerpunkt wohl auf "Once Was Not" gelegen hat. Sie pushten die Menge mit ihren Liedern immer wieder hoch. Ihr gut gespielter Death / Grind verlangte jedem Besucher (auch denen mit mehr Alkohol als Plasma im Blut...) einiges ab und machte den Horden Lust auf mehr davon...Unter den gespielten Songs fanden sich auch Klassiker wie 'Phobophile' und 'Cold Hate, Warm Blood', welche die Meute auf (und mir bedauerlicher Weise in den Rücken) springen ließ. Und als man sich dann gewahr wurde, dass die Band eigentlich viel zu früh ein Outro abspielen ließ und sich verabschiedete, waren einige wohl ziemlich wütend ob der viel zu kurzen Spielzeit dieser Hammergruppierung und nicht nur ich hätte mir da schon noch die ein oder andere Zugabe gewünscht. Aber was solls, es war trotzdem ein saugeiler Gig. (Rune)

Enslaved

Turisas überziehen ihren Gig um gefühlte drei Stunden *g*, Kataklysm drehen einen Mitschnitt für ihre 2007 erscheinende DVD, Meister Tätgren wird wohl gemault haben, dass Hypocrisy nicht auftreten werden, sollte es zu spät werden, Nifelheim und Cryptopsy haben ihr Set nur um ein bis zwei Songs verkürzt und das große Opfer der Zeit auf dem PartySan waren die Norweger Enslaved. Es hat die Wikinger aber besonders hart erwischt, ihre Bühnenpräsenz dauerte nur etwa 25 Minuten. Und was machen die Jungs um Grutle Kjellson? Die Antwort gaben sie auf der Bühne: Das Beste! Kein Maulen wegen der Verkürzung, kein Angepisst sein wegen ungleicher Behandlung - die Kerle gehen auf die Bühne und entfesseln mit ‚Loke' vom "Frost" (Insider: Arngst) Album einen wahren Sturm der Begeisterung. Das "Ruun"-Artwork auf der Bühne versetzte die Massen in einen wahren Freudentaumel. Stimmungsvoll auch die Songs 'Isa' vom gleichnamigen Album und das Titelstück 'Ruun' von ihrem aktuellen Album "Ruun". Und dann wars plötzlich zu Ende... viel zu früh! Aber Enslaved bestätigten ihren Viking Metal Götter Status, indem sie ihr Schicksal annahmen...Also, Mieze, Jarne und Co., nächstes Mal bitte mit Enslaved als Headliner! (Rune)

Kataklysm

Kataklysm haben pünktlich angefangen, obwohl es tagsüber ja einige Verspätungen und deshalb auch Kürzungen gab, aber Kataklysm konnten die volle dreiviertel Stunde spielen, da ja schließlich der Gig hier auf dem PartySan auf DVD aufgenommen worden ist.
Dementsprechend war dieser Auftritt völlig anders als der auf dem Earthshaker Festival. Leider konnten wir keine Bilder machen, weil das mit der Pyroshow zu gefährlich geworden wäre, da man uns erst relativ spät gesagt hat, dass wir keine Bilder machen können hab ich es leider auch nicht geschafft so weit nach vorne zu kommen um Bilder machen zu können. Aber man kann sich ja dann einfach die DVD kaufen denn diese Show ist wirklich sehenswert es gab wirklich einen massigen Einsatz von Pyro und anderen tollen Effekten. Die Lightshow war auch sehr passend.
Für die Fans gab es kein halten mehr es war total voll vor der Bühne und das einzige was ich nicht sonderlich berauschend fand war der Sound, denn dieser war bei anderen Bands auf dem Festival etwas besser allerdings wird sich das auf DVD bestimmt super gut anhören. Die Stimmung war einfach nur geil die Zeit ging ziemlich schnell rum und das Publikum war trotz der Kälte teilweise total nass geschwitzt vom vielen bangen und moshen. Es wurden im Vergleich zu einem normalen Auftritt sehr viele Songs angesagt was wie jeder der Kataklysm schon live erleben durfte weiß normalerweise nicht so der Fall ist.
Die Kanadier haben viele bekannte Songs gespielt und man sah ihnen an dass es ihnen Spaß macht, dieser Auftritt war eine reine Freude und leider auch viel zu schnell vorbei. Als Opener ihres Sets spielten sie 'Like Angels Weeping (The Dark)' von ihrem aktuellem Album "In The Arms Of Devastation". Auf der DVD werden sich also Songs finden wie 'We Will Tear Your Souls Appart'‚ 'Let Them Burn', 'Manipulator Of Souls' oder auch 'Crippled And Broken'. Zum Abschluss spielten sie auch einen Song von ihrem derzeit aktuellen Album der da heißt 'The Road To Devastation' ein richtig guter Abschluss eines gelungenen Auftritts. (OhLi)

Hypocrisy

Und die Schweden lassen uns warten... es ist saukalt, die Wut über den kurzen Enslaved Gig immer noch im Bauch - und Hypocrisy kommen nicht. Doch auch dieses Warten hat ein Ende. Mit ihrem typischen Opener ‚Fractured Millenium' eröffnen sie ihre Show. Mit massig Pyrotechnik untermalt, heizten sie dem Publikum massig ein. Übergangslos gings weiter mit 'Killing Art' ("Abducted"-Album). Das Übliche also. Na ja, die Menge hat sich trotzdem gefreut. Dann die üblichen Ansagen: "Hallo PartySan" und "It's fucking cold here" (hasts auch gemerkt Peterle?) Weiter gings mit 'Elaztic Inverted Visions', ein Stück, dass die "Heuchler" fast nie live spielen. Entsprechend groß dann auch die Ver- und Bewunderung der Leute. Woah, so könnts weitergehen, und das dachte wohl nicht nur ich. Aber dann am Ende diese nervigen Gitarrenrückkopplungen, die ganz Manowar-Like ewig lang in die Länge gezogen wurden. Auch auf den Wunsch nach raren alten Stücken wird nicht eingegangen, statt dessen wieder mal ein mittelmäßiger Gig, ohne Überraschungen (außer 'Elaztic Invested Visions'). Aber immerhin, der Sound ist ganz passabel, und Peter klingt gut wie noch lange nicht mehr. Und bei 'Fire In The Sky' steigt die Begeisterung der Massen trotz der späten Stunde (und trotz Alkohol als Blutersatz). Aber am Ende schon wieder diese bekloppten Rückkopplungen. (Hey und dafür haben Enslaved 20 Minuten abgegeben?) So, und alle, die nun festgefroren sind durften Großmamas Geheimrezept austesten: Abmoshen! Erst 'Eraser' und dann noch ein vom Publikum heftig mitgegröltes 'Roswell 47', dazu noch die letzten Fontänen der Pyros, die hochgeschossen wurden, verleitete wohl auch die letzte Eisskulptur zum Hüpfen. 'The Final Chapter' markierte dann auch gleich den letzten Song von Hypocrisy. Unter viel Gekreische und Gejubel verließen sie die Bühne. Meiner Meinung nach ein mittelmäßiger Gig mit Standard Songauswahl. Das können Hypocrisy echt viel besser. Mästare Peter, ni har också några gamle stycke. Sätt fard, fy faen! (Rune)



Der letzte Tag dieses wirklich guten Festivals ist leider schon da, die Zeit vergeht wie im Flug...
Heute hat das Gelände pünktlicher geöffnet als gestern und anfangs hat es mal ein zwei Stunden stark geregnet aber bis die Bands anfingen wars wieder trocken und es zeigte sich auch öfter mal wieder die Sonne. Der Andrang war zwar nicht mehr ganz so groß wie gestern als das Gelände geöffnet hat, aber die meisten hatten ihre Einkäufe ja auch schon getätigt. Es war wieder vierzehn Uhr als die erste Band den letzten Tag des PartySans einläutete…

Akrival

Die erste Band des letzten Tages waren die Berliner Underground Black Metaller von Akrival, die einigen noch unter dem früheren Namen Apostasy bekannt sein dürften. Leider sind erst wenige Leute anwesend und verpassen so einen wirklich gelungenen Opener, der dummerweise mit Tonproblemen zu kämpfen hatte. Der Gesang war leider fast gar nicht zu hören, dafür übertönte der Bass teilweise alles. So waren die Ansagen nur schwer zu verstehen und die Lieder nur ganz schlecht raus zu hören. Trotzdem gaben die Jungs alles und lockten schnell die letzten Nachzügler doch noch vor die Bühne. Und spätestens beim letzten Song 'Straight To Disintegration', der dann doch noch hörbar war, wurde der letzte Tag von dieser Hammercombo trotz allem erfolgreich eingeläutet. (Rune)

Mourning Beloveth

Diese Doom / Death Metal Combo aus Irland ist mir leider nur durch ein bis zwei Songs auf einem Sampler bekannt, aber ich wollte trotzdem einen Bericht über sie schreiben. Um richtig wach zu werden ist die Band glaube ich nicht wirklich geeignet, aber sie haben einen schönen düsteren Sound, es haben sich doch relativ viele Fans vor der Bühne niedergelassen um sich Mourning Beloveth mal anzusehen, die Stimmung war etwas verhalten, wobei das sicher nicht an der Band direkt lag, denn sie haben eine super Show hingelegt.
Da die Sonne gerade mal wieder zum Vorschein kam haben sich auch einige Festivalbesucher auf die Wiese gesetzt oder gelegt um einfach die Musik und die Sonne zu genießen und vielleicht auch um Kraft zu sammeln für den restlichen Tag.
Alles in allem ein gelungener Auftritt, der aber doch irgendwie etwas aus dem anderen Programm der restlichen Bands herausragte. Ich kann jedem nur empfehlen mal in ein Album dieser Band reinzuhören, vielleicht in das "A Murderous Circus" Album von dem kenne ich Songs, wie gesagt von einem Sampler.
Leider kann ich euch nicht direkt sagen was an Songs gespielt wurde denn dafür kenne ich die Band nicht gut genug und falls sie irgendein Stück angesagt haben ist es mir wohl entgangen. (OhLi)

Rompeprop

Waren es im letzten Jahr die durchgeknallten Deutschen von den Excrementory Grindfuckers so hieß der Spaß-Grind-Act dieses Jahr Rompeprop. Die Menge wartete sehnsüchtig auf den Anfang der Show, der durch technische Probleme, vor allem am Stimmverzerrer, doch etwas auf sich warten ließ. Dann kam Mieze, legte selbst Hand an, und... alles funktionierte wieder. Nun gings los mit dem lustig-groovigen Goregrind der Holländer. Man merkte den Mannen, oder besser dem Onkel Doktor, der Mumie und dem Schlagwerker den Spaß an der Sache wirklich an und die Menge bedankte sich mit schierer Begeisterung. Da aber auch die Ansagen durch den Verzerrer gemacht wurden verstand man, bzw. ich, nicht viel davon, wie die Lieder betitelt waren. Trotzdem eine sehr gelungene Show von "Rumpfknäuel"! (Rune)

Rotten Sound

Wer die Finnen von Rotten Sound kennt, der wusste, was ihn bei deren PartySan-Gig erwartete: Grindcore in Überschallgeschwindigkeit! Ganz im Stil von Bands wie Nasum (RIP) und Konsorten machten Rotten Sound von Anfang an eine Sache sofort klar: sie machen keine Gefangenen! Vom ersten Lied an ging diese Suomi-Krawallcombo mächtig ab und hauten der Menge mit Songs wie 'The Vixen'‚ 'Fear' oder 'Slay' die maximale Vollbedienung um die Ohren. Was mit viel Jubel und noch mehr abgemoshe frenetisch gefeiert wurde. Technisch und spielerisch war diese Band mal wieder über alle Zweifel erhaben und die Musik strotzte nur so vor Rohheit und Energie. Man merkte ihnen kaum an, dass sie längere Zeit nicht mehr in Deutschland gespielt haben. Sie verbreiteten trotz allem Spaß und gute Laune und nutzten die Gelegenheit gleich, um dem PartySan-Publikum den neuen Drummer, Sami, vorzustellen, der seine Sache von Beginn bis Ende perfekt durchgezogen hat. Bei 'Lost And Crying' bestand dann auch wohl für alle Kopfschüttler Halskrausenpflicht. Als der Gig zu Ende war, brüllte die Meute trotzdem oder gerade deswegen die Band raus zu einer Zugabe, die diese mit dem Lied 'Mass Suicide' nur zu gern erfüllte. Wollen wir hoffen, dass die Finnen mal wieder auf eine ausgedehnte Deutschlandtour kommen! (Rune)

Desaster

Diese Kultband macht richtig geilen Old School Black / Thrash Metal und das schon ziemlich lange sie gehören zum Urgestein der deutschen Szene. Was man definitiv noch erwähnen sollte ist, dass die vier Jungs zu den besten Livebands gehören. Desaster hatten schon 2003 einen Auftritt auf dem PartySan Open Air, das heißt die Location in Bad Berka war für die Jungs nicht ganz neu.
Auch hier eine kleine technische Panne, aber Desaster haben ja genug Routine um damit keine großartigen Probleme zu haben, das wird ganz locker weggesteckt. Die vier Jungs legen eine wirklich große Spielfreude an den Tag und waren richtig energiegeladen diese Band hatte wirklich Spaß bei ihrem Auftritt.
Es ging richtig ab bei Songs wie 'Profenation'‚ 'Divine Blasphemies'‚ 'Teutonic Steel' vom aktuellen Album "Angelwhore" und auch ‚Nekropolis Karthago'. Vor der Bühne war es schon ziemlich voll und die Reaktionen der Fans waren wirklich sehr gut, die Band wurde wie immer gefeiert. Die Show war wirklich super und es war wohl wieder ein denkwürdiger Auftritt. Eigentlich ist alles gesagt, diese Band ist Kult, wer es bisher noch nicht geschafft hat die Jungs live zu sehen sollte das schleunigst ändern. (OhLi)

Setherial

"Black Metal ist eine einzigartige Kunst und sollte satanisch (oder zumindest dunkel und lebensfeindlich) sein" Lord Alastor Mysteriis, 1998.
Na ja und dann noch Autogramme geben ned vergessen... aber egal, wer in einem Atemzug mit solchen Bands wie Marduk und Dark Funeral genannt wird, darf solche Statements ohne weiteres abgeben. Live sind die Schweden ja sowieso eine Klasse für sich. Rasender, satanischer Black Metal, so wie er eben sein sollte. Und das wussten auch zahlreiche Besucher des PartySan Open Airs, denn der Platz war nun so richtig voll. Setherial wurden frenetisch bejubelt, kein Wunder, bei denen saß jedes Riff perfekt. Die Jungs verstehen es Black Metal-Raserei mit zahlreichen Breaks und total krassen Tempiwechsel zu versehen. Woran viele Black Metal Bands live scheitern, ist für diese Mannen eine der wohl leichtesten Übungen. Songs wie 'Aeons In Black'‚ 'The End Of Worlds'‚ 'Death Triumph' oder 'With Veins Wide Open' zeugen einmal mehr von der "Live"-haftigen Darbietungskraft Setherials. Und die gewaltige Menge an treuen Black Metal Anhängern zeigte wieder einmal, dass diese Band auch 12 Jahre nach dem Demo immer noch zur Speerspitze des (Supreme Satanic) Black Metals gezählt wird. Schade nur, dass auch diese Band ein Opfer der Zeit wurde, denn der Gig war echt viel zu kurz... Zauberwort: Deutschlandtour! (Rune)

Thyrfing

Hebt die Hörner und die Humpen, ihr Kinder Odins! Und heißt eine der geilsten Viking Metal Bands willkommen! Groovig, wuchtig und sehr melodisch gaben sich diese Schweden live auch dieses mal keine Blöße und luden das Publikum zum freudigen Mitbängen ein. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf den beiden Alben "Farsotstider" (Seuchenbringer) und "Vansinnesvisor" (Wahnsinnsweiser). Hörte sich die Band auf den ersten Alben (und 2003 in Wacken) doch sehr Bathory-lastig an, so könnte man nun als Haupteinfluss Moonsorrow nennen (was wohl weder die eine, noch die andere Band schlimm findet). Den Wikingerhorden vor der Bühne wird's egal gewesen sein, sie feierten die Wikinger auf der Bühne ohne Ende. Der Song 'Digerdöden' (Die Pest) ließ die Meute dann endgültig erbeben. Obschon sich die Meute (vor allem in den ersten Reihen...) auch Lieder vom Debüt, speziell 'Going Berserk' gewünscht hatten, wurden die Schweden diesem Wunsch leider nicht gerecht. Thomas (Sänger) schaute nur etwas verdutzt drein ob der Wünsche "seines" Publikums. Na ja, das älteste Stück stammte vom "Urkraft"-Album, also durften sich die Fans sowohl der alten, als auch der alten Scheiben freuen. Und zum ersten Mal an dem Tag durften sich die Fans über einen einwandfreien Sound freuen, denn eine Band wie Thyrfing (heute mit Gastmusiker Toni Kocmuf) auch allemal verdient hat. Somit läuteten Thyrfing die Zielgerade des diesjährigen PartySans ein. (Rune)

Illdisposed

Heissa, die eierlosen Nutten aus Dänemark sind wieder da! Und sie haben uns eine ganze Ladung richtig böser Groovemonster mitgebracht! Blöderweise war die Spielzeit für die Dänen einfach nur viel zu kurz, und wer Bo Summer kennt, weiß, dass die Ansagen und die Kommunikation mit dem Publikum meist länger dauern als die Lieder selbst. Da aber, wie gesagt nur wenig Zeit da war, fand er keine Zeit zum "Arschpoppen". Den Fans hats trotzdem gefallen, sie moshten, was das Zeug hielt und die Nackenmuskeln noch hergaben. Die Dänen eröffneten ihren Reigen mit einem Depeche Mode Intro, gefolgt von dem Song 'Now We Are History'. Und spätestens jetzt war allen klar, worauf man sich die nächste dreiviertel Stunde gefasst machen musste: Metal, abartiges Gegrunze, Comedy, Metal und ähm Metal. Bo bewies auch hier mal wieder, wie perfekt er das deutsche Sprachendings beherrscht. Weiter gings mit ‚Submit', wobei die Fans lautstark mitgrölten, und darauf folgend das "Lied" 'Near The Gates'. Und Bo, Anti-Gentleman, der er ist, schickte gleich auch eindeutige Angebote an die Herren Damen in der ersten Reihe, und prahlt mit seinen rasierten Eiern. Na ja, dafür stehen Metalfestivals (und das PartySan ganz besonders) eben: Saufen, Spaß und gute Klänge. Und eben jenes hatten wir hier. Nun tobte der Moshpit erst so richtig los, 'Our Heroin Recess' sorgt für ausgelassene Schläge auffe Fresse. Immer mittenrein! Das neue Stück 'Dark' sorgt weiter für Furore unter den Zuschauern(...oder wohl besser Zuhörern). Zwischendurch erklärte Bo, dass er sein Geld verloren hat und, dass er dringend Geld für die Heimfahrt bräuchte und da er da oben so ziemlich alle Blicke für sich hatte, hey, warum nicht mal fragen? Leider war keiner der Festivalbesucher dazu bereit, wohl wegen den gut sortierten Ständen. Tja, so mussten Illdisposed wohl noch ein paar Nächte mehr unter den deutschen "Urlaubsterroristen" verbringen... und leider war die Zeit viel zu schnell um, und so brachte man noch, wenngleich etwas angetrunken, noch das Abschiedslied 'Case Of The Late Pig' und ließen die Menge mit breitem Grinsen zurück. (Rune)

Naglfar

Hat man Naglfar einmal gesehen, kennt man alle Auftritte der Schweden. Und so auch hier. Kristoffer Olivius wirkt einmal mehr viel zu verkrampft, man konnte meinen, er hat Lampenfieber aller erster Kajüte. Und dann fällt auch noch bei 'Spoken Words Of Venom' der Strom aus, und er steht da wie festgewurzelt. Waren Illdisposed eben noch sehr locker, hat man hier nur völligen Krampf. Als das Stromproblem behoben war, wurde das Lied nochmals intoniert, und trotz allem konnte es die Meute begeistern. Naglfar sind eben keine Unbekannten mehr. Bei 'Black God Aftermath' zeigte der Gig sich dann zweigesichtig: hymnisch-melodisch im Schwedenstil, gemischt mit frostiger Raserei und düsterer Lyrik einerseits, ein miserabler Sound, vor allem bei den Axtschwingern Marcus Norman und Andreas Nilsson, auf der anderen Seite. Die Soundmischer erwiesen sich bei Naglfar eher als Soundpanscher, machten für Naglfar wohl den miesesten Sound des Festivals. Und dieser Trend setzte sich während dem kompletten Gig fort. Auch bei '12th Rising' und 'Abysmal Descent', was bei diesen Liedern eigentlich sehr schade ist. Aber Olivius schien das alles egal zu sein. Er verharrte auf der Bühne, ungerührt von allem außenrum. Aber immerhin, er holte sich dann zwei Fackeln und tanzte mit denen etwas rum. Das eisige 'I Am Vengeance' ließ sich rein optisch nur mit viel Alkohol ertragen. Zu unbeholfen wirkte dazu der Auftritt. Man könnte meinen, wenn man nicht schon mehrere Auftritte Naglfars beigewohnt hat, es wären die Stuntdoubles am Werk. Denn so wahre Künstler, wie die Schwarzmetaller sind, so sind sie live echt viel zu nervös. Besonders hier. Wer weiß, vielleicht hatten sie ja auch die Gerüchte gehört, Metaller würden Menschen fressen und ähnlich böse Dinge tun...wer weiß? Die Hymne 'Carnal Scorn And Spiritual Madness' bewies der nervöse Fronter dann doch etwas Bewegungsfreude, immerhin reckte er hinter den Feuerfontänen mal die Fäuste. Zum Abschluss spielte man noch 'A Swarm Of Plagues', aber genauso lieblos und nervös wie den ganzen Gig. Aber wenn man die optischen Dinge mal weglässt, wussten die Schweden eben doch zu überzeugen, trotz miserablem Sound. Sie sind und bleiben eben Ausnahmekönner! (Rune)

Marduk

Ja es wurde richtig laut als das schwedischen Urgesteine Marduk die Bühne betraten. Der Platz wurde nun richtig eng da viele die Band gerne live erleben wollten und einige ja letztes Jahr nicht in Wacken waren. Marduk diese stehen einfach für rohen schnörkellosen Black Metal ohne jeden Einsatz von Keyboards oder ähnlichem. Der "neue" Sänger ist denke ich eine wirklich gute Besetzung...
Die Schweden sind eben einfach nur Kult und gehören trotz ihres Alters nicht zum alten Eisen. Auf dem PartySan Open Air machten sie wirklich eine gute Figur und lieferten einen überzeugenden Auftritt ab.
Irgendwann wurde dem Sänger sein ziemlich großes umgedrehtes Kreuz wohl etwas zu schwer, aber nachdem er dieses abgelegt hatte blieb er immer ordentlich in Bewegung. Die Lightshow war nicht so megagut wie bei anderen Bands dieses Festivals, dafür hatten Marduk einen massigen Einsatz von Nebel und außerdem wirken sie ja auch schon so durch ihre Corpsepaints und so weiter. Natürlich gab es nicht nur Nebel, sonder auch eine geile Feuershow durch die Flammen wurde es vorne noch heißer als es eh schon war und die Stimmung war wirklich zum überkochen.
Die meisten Fans waren einfach nur noch am bangen und mitgrölen, das schöne fand ich hier das wirklich sehr unterschiedliche Altersklassen vertreten waren ob nun Metalheads die schon jenseits der fünfzig waren, oder auch sehr junge Metaller. Leider hatten auch Marduk nur eine dreiviertel Stunde Zeit zum spielen, deshalb blieben wohl auch einige Fanwünsche was die Songauswahl betrifft unerfüllt, gespielt und gebangt wurde zum Beispiel zu Songs wie 'Of Hell's Fire' oder 'The Hangman Of Prague' und selbstverständlich auch zu 'Baptism Of Fire'. Die Zeit verging wie immer bei guten Bands wie im Fluge der Hörerschaft wurden auch noch Songs wie 'The New Black' um die Ohren geballert und nach einer sehr kurzweiligen dreiviertel Stunde war auch schon wieder alles vorbei und die schwedischen Black Metaller verschwanden von der Bühne um Platz für die Amis von Six Feet Under zu machen. (OhLi)

Six Feet Under

Vor der Bühne herrschte ein starkes Gedränge, alle warteten nur auf den Beginn von Six Feet Under und damit war das Festival leider schon fast wieder vorbei. Während die Jungs um Chris Barnes auf Wacken schon mittags um drei spielen mussten konnten sie hier als letzte Band auf der Bühne spielen, bevor nach Tankard die ja im Partyzelt spielen alles vorbei ist. Anfänglich gabs zwar ne kleinere technische Panne, aber die war schnell behoben. Die Lightshow war wie immer superb und sehr passend.
Auch wenn die Band anfänglich etwas träge wirkte wurde es von Song zu Song besser und die super Stimmung der Fans sprang auch auf die Band über so was ist schließlich ansteckend, obwohl anfangs noch sehr passiv schleuderte Chris Barnes wie wir es schon alle von ihm kennen seine Haare durch die Gegend und es war einfach eine geile Show, trotz einem leichten Schwächeln der Amis am Anfang ihres Auftrittes. Natürlich hatten auch Six Feet Under eine Pyroshow wie auch schon einige andere Bands dieses Festivals.
Doch nun zu den Songs... 'No Warning Shot'‚ 'Silent Violence'‚ 'Burning Blood'‚ 'The Enemy'‚ 'Torn To The Bone'‚ 'Still Alive'‚ 'Torture Killer' und auch 'War Machine' waren einige Songs die Six Feet Under zum besten gaben. Leider hoffte man vergebens noch auf den ein oder anderen Klassiker dieser Hammerband. Sie gehörten auch zu den wenigen Bands die eine Zugabe gegeben haben, allerdings kein eigener Song, sondern ein Cover-Stück von ihrem "Graveyard Classics" Album. Den Song den Six Feet Under zum Abschluss spielten ist wirklich jedem Metaller wohl bekannt und sorgte dafür, dass die Stimmbänder der zahlreichen Fans noch einmal strapaziert wurden, denn wer kann sich bei AC/DCs 'TNT' schon zurückhalten und nicht mitgrölen.

Zwar haben Six Feet Under erst um ca. 1:30 ihren Auftritt beendet aber doch ging die Zeit irgendwie viel zu schnell vorbei, die Fans aber waren zufrieden und begaben sich neben an ins Partyzelt um sich zum Abschluss eines tollen Festivals sich auch noch Tankard anzusehen. (OhLi)

Tankard

Der krönende Abschluss dieses Festivals begann auf Grund der ganzen Verspätungen auch etwas später da Six Feet Under erst um 1:30 fertig waren, wie immer spielt beim PartySan die letzte Band wieder im Zelt dass noch die ganze Nacht offen sein wird.
Und wir hatten Glück denn als Tankard an diesem Abend ankamen wollte man die Old School Thrash Metaller noch nicht mal rein lassen, weil sie noch keine Pässe hatten. Es hat ja aber noch alles geklappt.
Die Show war wie immer mitreißend. Gerre energiegeladen wie immer ist eigentlich die ganze Zeit nur wild auf der Bühne hin und her gesprungen, es war wirklich verdammt schwer ein gutes Bild von ihm zu bekommen. Die Jungs hatten wirklich viel Spaß an ihrem Auftritt und das hat natürlich auch das Publikum bemerkt und mit Tankard eine tolle Abschluss-Party eines gelungenen Festivals gefeiert. 'The Mourning After', 'Zombie Attack' und 'Beauty And The Beer' das sind nur ein paar Klassiker die Tankard an diesem Abend gespielt haben. Gerre hat außerdem des öfteren betont das sie "die einzige Pop-Band des Festivals" sind. Die Stimmung war super und die meisten Besucher blieben nach dem Auftritt von Tankard noch im Zelt um ein paar Bier zu trinken, schließlich macht diese Band ziemlich durstig.

Ja und dann war das Festival auch schon wieder vorbei und Sonntag Mittag nach einem Frühstück, also ich hab Bier getrunken unser Fahrer hier noch mal ein Dankeschön fürs Mitnehmen und Rune haben gefrühstückt sind wir dann nach Hause gefahren. (OhLi)

Fazit:

Alles in allem war es ein tolles Festival, also ich habe vor nächstes Jahr wieder hin zufahren, die Stimmung dort ist super, es ist nicht so überfüllt wie andere Festivals z.B. Wacken. Die Bands sind immer gut ausgewählt und die Preise für Essen und Getränke sind auch günstig. Die Security ist auch sehr freundlich muss man wirklich mal sagen und sie greifen auch durch, wenn irgendwelche Rechten der Meinung sind Radau machen zu müssen. Ich kann jedem dieses Festival nur empfehlen berücksichtigt es am besten direkt bei eurer Urlaubsplanung und wenn ihr jetzt am überlegen seid ob Wacken oder PartySan, zwei Festivals hintereinander sind ja für manch arbeitenden Metaller nicht möglich, fahrt aufs PartySan ihr werdet es bestimmt nicht bereuen. (OhLi)

Ein geiles Festival, auf dem die Bandauswahl wirklich grandios war. Einziger Wassertropfen: die viel zu kurze Spielzeit von Enslaved. Wer will, kann sich die Norweger auf der Øya-Festival-Website reinziehen, da war der Gig länger. Geht einfach mal auf die Enslaved-Seite.
Besonders hervorzuheben war in diesem Jahr die Security. Nicht nur, dass Störenfriede gleich an die Luft gesetzt wurden, nein, die Securitys waren die ersten, von denen ich gesehen habe, dass sie mitfeiern und die Besucher anfeuern. Für mich die beste Security ever! Haut rein! (Rune)






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