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Dreams

Label: Eigenproduktion (2000)

Die Australier Enter VI legen uns ihr Selbstvertriebenes Debütalbum „Dreams“ vor. Dieses erschien bereits 2000 und zeigt bzw. lässt hören, dass es immer wieder neue hoffnungsvolle Nachwuchsbands im Metalbereich geben wird. Die Stilrichtung der Vier ist grob umschrieben Thrash Metal; und zwar den deutschen Hang zur Hektik vermischt mit amerikanischem Melodiegefühl. Doch damit nicht genug, dieser oldschoolige Cocktail wird mit modernen Thrash Metal Elementen von Bands wie Pantera oder auch Machine Head angereichert.

Das Schlagzeug führt die sehr stark rhythmusorientierten Songs; ein Bass folgt, jedoch des Öfteren die Pfade des einfachen Nachspielens verlassend, vorne weg preschen die beiden Gitarren, herrlich verrückt und - für ein Debüt - überraschend eigenständig. Einer der Gitarristen singt auch gleich noch und hier macht er seine Sache ebenso gut. Sein heiserer, klarer Gesang, der zwar nicht unbedingt thrashtypisch, aber gut klingt, rundet die Sache ab. Nun noch ein Aber: der Sound ist zu schwach und bräuchte eine stärkere Abgrenzung in den Höhen, wie auch in der Tiefe, da hier leider einiges zu verwaschen klingt. (auch wenn’s ne Eigenproduktion ist).

Spaß macht das silberne Stück Plastik trotzdem, denn die Songs sind fast alle im gehobenen Speedbereich angesiedelt, ohne allerdings in sinnlosem Geknüppel zu enden. Anspieltipps sind natürlich schlecht zu nennen (wo denn?), die coolsten Songs sind aber der krachende Opener ‚Battle VI’, ‚Hexed’ und ‚Passed Realized’, welches auch unter www.audioglobe.com down zu loaden ist. Also Leute ran an den Speck, es gibt originelle Newcomer mit Exotenbonus was will man mehr?

Christian Kremp






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