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Hotter Than Hell!

Label: Rough Trade Distribution (2004)

Nun, was hat man sich unter dem mittlerweile fast ausgestorbenen Christian Metal vorzustellen? Priester in Kutte um mit Metaltönen das Volk zurück zur Christenheit zu führen? Mir ist bis jetzt noch keine eindeutige Beschreibung eingefallen, aber auf alle Fälle ist es nur halb so schlimm wie man vermuten mag. Auffällig ist, dass die Texte primär religiös motiviert sind und sich mit Glaubensfragen aller Art auseinandersetzen. Dabei klingt das Ganze sogar gut und wäre für mich sogar ein echter Grund mal wieder in die heiligen Hallen zu gehen. Dass dieser Sound allerdings aus den sakralen Boxen der Kirchen klingt, sehe ich als eher unwahrscheinlich. Deshalb gibt es den heiligen Sound also erst mal nur für den Heimaltar, äh, sorry, die Heimanlage. Genug der Späße; trotz abenteuerlicher Grundlage macht der Sound echt was her und steht in der Tradition des guten alten Metal. Wer den Stil der 90er mag und vermisst bzw. die Scheibe noch nicht hat wird bestimmt etwas damit anfangen können.

Fazit: Religiöser Stoff in appetitlicher Form dargereicht auf einer Live-CD ohne überschwängliches Glaubensbekenntnis. Hat was; nur dürfte der religiöse Schwerpunkt für so manchen ein harter Brocken sein bzw. die Freude etwas trüben. Gebt es euch mal und urteilt selbst.

René Ahnert






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