Reviews

Holy Mother
Dealin With The Devil

Label: Rusty Diamonds (2002)

Im Rahmen der Rusty Diamonds Serie, die an die Glanzzeiten von Bands früherer Tage erinnert, erscheint nun das zweite Album, Schwerpunkt diesmal: Holy Mother. Warum es die Band nie nach ganz oben geschafft hat, ist anhand der vorliegenden Scheibe nur schwer nachzuvollziehen. Zumal man mit Mike Tirelli einen erstklassigen Frontmann hatte, der nicht umsonst bei Judas Priest im Gespräch war und dieser Tage mit seiner neuen Band Messiah´s Kiss wieder ordentlich für Wirbel sorgt. Trotz hervorragender Musiker wie Jim Harris (d) und Randy Coven (b) sowie exzellenter Alben wie „Toxic Rain“ und Criminal Afterlife“ war es der Band nicht vergönnt, voll durch zu starten. Dennoch stehen Holy Mother nach wie vor für grandiosen Heavy Metal, was in Form des vorliegenden „Best Of“ niemand mehr bestreiten dürfte. Allein schon die ersten beiden Tracks ‚Livin On Luck’ und ,Freakshow’ treten einem dermaßen in den Hintern, dass einem Angst und Bange werden kann. Ein Killerriff jagt den Nächsten, Zeit zum Luftholen gleich Fehlanzeige. Und was passt besser zu Killermucke als ein Killergesang? Wer Mike’s Vocals noch nicht gehört hat, sollte dies schleunigst nachholen, denn was der Mann hier abliefert, ist mit Worten kaum zu beschreiben, einfach fantastisch. Obwohl der Fuß überwiegen auf dem Gaspedal bleibt, wird auch für die Freunde ruhigerer Töne etwas geboten, ‚The Train’ und ,In Our Minds’ demonstrieren auch Holy Mother’s Gespürt für stille Gewässer. Mit ‚The Innocent Only’ ist zudem ein echter Ohrwurm vertreten, der auch heutzutage problemlos im Radio rauf und runter laufen könnte. Als besondere Zugabe gibt es noch 5 Demo Versionen obendrauf, von denen es mir vordringlich ‚Electric’ angetan hat, die großartige Rhythmik setzt sich sofort im Gehörgang fest, klasse!

19 Tracks, ein Übersong jagt den Nächsten, wo gibt’s das heute noch? Also krallt Euch diese Scheibe und huldigt Holy Mother!

Oliver Bender






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