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Hard As Iron

Label: Scarlet Records (2004)

Herzlichen Glückwunsch! Heimdall sind 10 Jahre alt geworden. Wenn man böswillig wäre könnte man behaupten, kaum einer hat es mitbekommen. Dennoch dürfen sich die Italiener die Tatsache an die Fahne heften, dass sie in diesem Genre bereits spielten bevor der Hype ausbrach, von daher gehört die Band die nach einem nordischen Gott benannt wurde, schon zum festen Inventar der italienischen Szene. An das Debüt „Lord Of The Sky“ kann ich mich noch vage erinnern. Der erste Eindruck war damals nicht schlecht, dass gleiche gilt auch für das vierte Release „Hard As Iron“. Die Band spielt einen epischen Powermetal, zumeist im Midtempobereich angesiedelt mit sehr viel majestätischem Touch, vor allem hervorgerufen durch die Keys. Mit den besten Eindruck macht Sänger Giacomo Mercaldo in dessen Stimme ein wenig die Melancholie eines Nick Cave mitschwingt. Ein guter Frontmann dessen Vocals durch die ebenfalls nicht alltäglichen tiefen Chorstimmen ideal ergänzt werden. „Hard As Iron“ hat durchaus einige Ohrwürmer zu bieten, allen voran das hymnische ,Midnight’ sowie die treibenden ,Black Tower’ und ,Dark Home’. Ebenfalls zu empfehlen ist die Akustikballade ,Black Heaven’, die den schwachen Eindruck von ,The Emperor’ wieder wettmacht. Die restlichen Tracks sind guter Durchschnitt, nichts weltbewegendes aber solides Songmaterial. Von daher dürfte es die Band trotz guter Ansätze mit diesem Album schwer haben.

Für alle Powermetalfanatiker eine Scheibe für die Sammlung. Alle anderen können das Teil ruhig auch mal antesten. Heimdall spielen nicht den typisch italienischen Stil, können aber mit „Hard As Iron“ auch nicht durchgehend überzeugen. Man darf gespannt sein auf den Nachfolger.

Oliver Bender






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