Reviews

Lightmaker

Label: Rivel Records (2005)

Eine lange Geschichte verbirgt sich hinter der Band namens Heartcry, die bis in die 80er zurückreicht. Anders Johansson spielte damals mit Green Sleeves und später mit Johannes, bis ihm das zu langweilig wurde. Er gründete Heartcry als Soloproject und nahm das erste Album auf. Er versuchte dann Musiker zu finden, die mit seinem Projekt auf Tour gehen würden, kam damit aber nie zum Ziel. Dann war er des Suchens überdrüssig und machte Heartcry kurzerhand zu einer vollwertigen Band. Man nahm Lightmaker auf und Anders wird wohl demnächst endlich seinen sehnlichsten Wunsch erfüllen und mit Heartcry auf Tour gehen.

Das Album fängt mit dem Song ‚Battlecry’ an der sehr straight und schnell dahinspielt. Dann setzt der Gesang ein, der an viele andere Bands erinnert und sich nicht wirklich damit von der Menge absetzen kann. Das direkte und schnörkellose Spiel, das anfangs noch einen guten Eindruck macht, weil es frisch und unverbraucht klingt, wird von Track zu Track langweiliger. Die einzige Auflockerung sind die relativ passablen Gitarrensoli die immer mal wieder in die Songs eingebaut wurden. Das Einzige was wirklich variiert wird ist die Geschwindigkeit, die schon bei Track Zwei deutlich langsamer und eher stampfend daherkommt. Insgesamt fühlt man sich sehr zurückversetzt in die Zeit als Anders seine besten Jahre erlebte. Anspieltipps oder hervorstechende Titel sind leider nicht vorhanden, weil sich die Songs dazu doch zu ähnlich sind.

Am Ende kann man nur sagen, dass Fans des 80er Jahre Rock vielleicht auf ihre Kosten kommen, doch selbst für diese gibt es zahlreiche bessere Alternativen.

Winfried Bulach






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