Reviews

Something Old, Something New, Something Borrowed And Something Black

Label: Scarlet Records (2004)

Da haben wir ja was ganz besonderes aus Dänemark bekommen, den Anwärter auf den längsten MCD Titel ever. Für die volle Distanz scheint mir Bal-Sagoth’s Zweitling „Starfire Burning Upon The Iceveiled Throne Of Ultima Thule“ jedoch noch bedeutender. Inhaltlich kann man sich jedoch herrlich am Titel orientieren. Der Fünfer hat nämlich einen neuen und zwei Coversongs, sowie mehrere Liveversionen der alten Stücke aufgenommen.

Begin by the beginning, der erste Track ist neu, hört auf den Namen ‚Release The Pain’ und dürfte keinen Hatesphere Fan enttäuschen. Treibend mit verschiedenem Gesang (schrei, grunz, klar) ausgestattet ist er zwar kein Überhammer, macht aber dennoch Lust auf die dritte LP im nächsten Jahr. Nummer Zwei ist ein altbekannter Song von Ozzy während seiner Solokarriere 1984 auf gleichnamigem Album veröffentlicht; ‚Bark At The Moon’. Ein sehr cooles Cover, das die rockigen Aspekte nicht ausklammert, das Hatesphere-Feeling jedoch perfekt einbringt. Gerade stimmlich völlig überzeugend. Nummer Drei wurde dieses Jahr von Anthrax wieder in das Liveset aufgenommen und hört auf den Namen ‚Caught In A Mosh’, ein absolut passender Song, der auch die kleinen Hardcoreroots der Dänen etwas zum Vorschein treten lässt. Nach der Konserve, gibt es dann Livekost auf den Deckel, vier Songs von der (viel zu kurzen) Tour mit The Haunted werden geboten, wobei ‚Lowlife Vendetta’ und das geniale ‚Plague’ besonders knackig klingen. Es wurde nicht viel nachbearbeitet, wenn überhaupt, allerdings war der Sound in dem benutzten Club auch um einiges besser als in Köln, wo meine Wenigkeit die Herren vernehmen durfte. Insgesamt kommen so fast dreißig Minuten Musik zusammen, zum Preis einer EP. Fans müssen das haben, wer die Band noch nicht kennt, bekommt hier einen netten, billigen Einstieg. Sehr ordentlich.

Christian Kremp






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