Reviews

The Rise Of Brutality

Label: Roadrunner Records (2003)

Eines der Alben aus dem letzten Jahr das wirklich in Erinnerung geblieben ist, ist der Hatebreed Zweitling "Perseverance". Eindringlich, brutal und aggressiv waren die Adjektive, die hier noch besser als sonst passten. Denn trotz stilistischer Eingeengtheit hatten die Songs Wiedererkennungswert, doch genau hier war auch das größte Problem für den Nachfolger anzusetzen. Würde "The Rise Of Brutality" den Standard halten können?

Kürzer ist sie schon einmal geworden (knapp über 30min Spielzeit), 12 Tracks, die selten die drei Minutenmarke knacken. So trifft auch der zweite Song absolut das Motto der Platte 'Straight To Your Face', kurz und knackig. Soundtechnisch hat sich kaum etwas geändert, weiterhin braten die Gitarren ultra tief - die müssten live eigentlich unter der den Füßen gespielt werden. Brutales Drumming und gleiches Geshoute, das jedoch nicht ganz die Klasse des Vorgängers halten kann sind ebenfalls wieder an Bord. Insgesamt ist ein noch größerer Thrashanteil zu vermerken, gerade Slayer lassen bei 'Doomsayer' grüßen. Das durchschnittliche Tempo wurde sehr zu meiner Freude etwas erhöht. Überhaupt macht es immer wieder Spaß diese Abgeh-, Party-, Trink- und Nicht-zur-Ruhe-kommen-Platte anzuhören. Keine echten Ausfälle, stattdessen von Track 4 bis 8 nur Songs, die live genauso gespielt werden müssen, da alle oberknackig knallen. So bleibt kaum etwas an dieser Scheibe zu meckern, wer den Vorgänger mochte, wird hier perfekt bedient. Ein Problem könnte für die Zukunft jedoch werden, dass Hatebreed in einer stilistischen Sackgasse stecken. Man kann zwar das Tempo noch etwas anziehen, aber ansonsten droht der Stillstand und eine Pro Pain-Entwicklung, die sich ja auch nur noch wiederholen. Momentan führt jedoch im Moshcore kein Weg an Hatebreed vorbei, live schon gar nicht.

Christian Kremp






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