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Perseverance

Label: Universal (2002)

Die neue Hatebreed Scheibe „Perseverance“ ist schon eine ganze Weile auf den Markt, jedoch gab es diese bisher nur als Import Version, doch Universal hat sich nun doch entschlossen diese CD auch in Deutschland zu veröffentlichen. Auf dem neuen Silberling sind ganze 16 metallastige Hardcore-Songs zu bewundern, die so manch einen mit den Ohren schlackern lassen…

Schon der Starter ‚Proven’ bläst einem direkt ins Gesicht, denn ohne großartiges Introgehabe wird gebolzt bis der Notarzt kommt. Als zweiter Song folgt der Biohazardeske Mithüpfer und Titeltrack ‚Perseverance’, der übergangslos in ‚You’re Never Alone’ übergeht. Mit ‚A Call For Blood’ ist Hatebreed der wohl aggressivste Song ihrer History gelungen, lyrisch als auch musikalisch, dennoch gut zum bangen. Headbangen passt auch zum folgenden Lied ‚Below The Bottom’, denn geniales HC-Riffing wird gepaart mit einer geil in Szene gesetzten zweiten Gitarre und das auch noch im Banging-Rhythmus, einfach köstlich. Düster geht es hingegen in ‚Bloodsoaked Memories’ zur Sache, denn die Instrumentalisierung läuft irgendwie gegen den Gesang, so dass der Zuhörer das Gefühl bekommt, dass Sänger Jamen Jasta Lou gegen diese ankämpfen muss - klingt seltsam, aber irgendwie richtig gut. ‚Hollow Ground’ steht als nächstes auf dem Spielplan und bringt den Zuhörer das erste Mal so richtig zum staunen, denn mit eingängigem Riffing, geilen „Fight“ Mitgröl-Passagen und DoubleBass-Parts wird einem richtig eingeheizt. Mit ‚Remain Nameless’ und anschließendem ‚Outro’ schließen Hatebreed dann auch schon wieder ihr zweites Album.

Hatebreed legen mit „Perseverance“ wieder einmal eine wegweisende Scheibe des Hardcore-Bereichs vor und beweisen eindrucksvoll, dass sie durch den Wechsel zu Universal kein Sell-Out werden wollen. Nicht nur Hardcore Veteranen dürfen hier zugreifen, auch Metalheads sind herzlichst eingeladen hier mal reinzuhören, es lohnt sich allemal.

Nils Manegold






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