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Crusade:Zero

Label: Napalm Records (2015)

Das nächste Werk der polnischen Urgesteine, dieser Dreier kommt in ziemlich rauer See angesegelt um den Platzhirschen wieder das Fürchten zu lehren. Erreicht wird dies durch die kompositorische Schaffenskraft und Eigenständigkeit der Herren. Tief, dunkel, drückend, äußerst atmosphärisch, technisch äußerst versiert, stellenweise hypnotisch – so kommt das Album rüber.

Nach einem atmosphärischen Instrumental als Opener geht auch nicht wie zu erwarten wäre mit einem Blastgewitter weiter, nein, man bewegt sich in der atmosphärisch, dunklen und von Melancholie geprägten Welt, welche beim Opener gezeichnet wurde. Einzig die Growls, die man zuhören bekommt, werden der rote Faden sein, denn musikalisch ist man auf einer eher progressiven Welle unterwegs. Natürlich gibt es Blastparts, aber immer wieder geschickte Arrangements die diese wieder auflösen. Als Lauschtipps würde ich euch ‚Death Liberator‘, ‚Hate is the Law‘, den Titelsong ‚Crusade Zero‘ und noch ‚Dawn of War‘ empfehlen, mit diesen Songs im Ohr sollte eine Entscheidung zu treffen sein – oder ihr hört euch durch das ganze Album.

Mein Tipp: Ein fettes und sehr überraschendes Album, welches sehr eigenständig ist, kaum ein „Hört sich an wie…“ ist zu erhaschen, bei über 20ig Jahren an Bandgeschichte ist das auch nicht zu erwarten. Ein richtig fettes und tiefgehendes Album, das Spaß macht und vor allem die Airguitar bedient, geile Hooks und Riffs, die Blastbeats... Dazu sind die Herren im Frühjahr mit Six Feet Under, Vader und Marduk auf Tour, mit einer Art Creme de la Creme des Todesstahls auf der Hatefest-Tour, Nomen est Omen, oder?

10/10

Car Sten






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