Reviews

7 Sinners

Label: Sony (2010)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Helloween haben mit "7 Sinners" mächtig zugeschlagen! Diese Scheibe ist mit weitem Abstand die härteste der Bandgeschichte, wie ich meinen möchte. Natürlich gibt es sie auch auf "7 Sinners" zuhauf, die klassischen melodiebetonten Refrains, die direkt von einem Kinderlied zu stammen scheinen und in ein metallisches Gewand gerutscht sind. Aber: Dieses Teil ist ein Montser, das die Melodien niemals als Selbstzweck verwurstet, sondern die zugrunde liegende Härte dadurch auch für normale Metaller und Hardrocker zugänglich macht.

Erstes echtes Highlight einer an Schwachpunkten armen Scheibe ist das sehr an Judas Priest erinnernde 'Long Live The King', das auf das melodieverliebteste und eingängigste Stück der Scheibe 'World Of Fantasy' folgt. Die Kürbisköpfe ziehen alle Register ihres Könnens und zaubern zuweilen fast bedrohlich wirkende Stimmungen ('The Smile Of The Sun'), die dann aber wieder in Wohlgefallen zurück geführt werden.

Nach der letztjährigen etwas kontrovers diskutierten (von mir aber geliebten) Scheibe mit Jazz- und Reggaeversionen der größten Helloween Hits, steht nun endlich das in den Läden, was die Band mit dem Gros ihrer Fans versöhnen wird - und noch mehr. "7 Sinners" ist ein Versprechen und dessen Einlösung in einem Atemzug. Es ist der Beweis, dass man nicht zum jungen Gemüse gehören muss, um richtig Gas geben zu können. Starker Stoff!

Frank Scheuermann






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