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Gruesome Splendour

Label: Cruz Del Sur Music (2007)

Italien, das Land des Weines, der Liebe und der Power- und Epicmetaller. So oder so ähnlich dürfte sich die Definition von Italien aus dem Munde eines Metalheads anhören, doch nun muss dies revidiert werden. Mit Handful Of Hate sollte man der Definition "und des Blackmetals" hinzufügen.

Der Bandname ist gelinde gesagt eine Untertreibung, eine Tiefstapelei, die man selten gehört hat. Vom ersten Takt an gibt es voll auf die Zwölf. Die Herren stehen im Zeichen des guten alten skandinavischen Blackmetals ohne ihre eigene Herkunft, bzw. ihre eigene Note zu verbergen. Um es mit den Intro-Worten des Marduk-Albums "Panzerdivision" zu sagen: "Feuer! Feuer!". Harte, brutale und straighte Riffs, gepaart mit permanentem Double-Bass und einer invernalen Stimme, die so viel Hass, Wut und Aggressivität ausstrahlt. Unnötig zu erwähnen, dass solche Töne aus dem Stiefelland ungewohnt sind. Technisch anspruchsvolle und unglaublich schnelle Riffs, davon wird man förmlich überrollt, ähnlich eines Blitzkrieges. Ohne Vorwarnung, ohne Pardon, einfach nur unheilvoll!

Im Blackmetal-Bereich von einem göttlichen Album zu sprechen ist ähnlich wie der Versuch den Papst zu vermählen, eine aussichtslose Sache (und wird einem niemals gedankt werden) oder mit geringen Erfolgsaussichten an die Sache heran zu gehen. Darum sage ich lediglich, dass solch ein geiles Brett zu einem solch frühen Zeitpunkt eines Jahres auf den Markt kommt, für die restlichen Bands, die Releases angekündigt haben, es sehr schwer sein wird dies zu toppen!

Mit "Gruesome Splendour" handelt es sich um das vierte Studioalbum der Herren aus dem sonnigen Süden, so muss man sagen, dass es sich wohl kaum um eine Eintagsfliege handeln dürfte. Die Vertonte Apokalypse ist ein echter Hin-Hörer, daher folgender Tipp: Ab in den CD-Laden eures Vertrauens, CD schnappen, meine Worte prüfen und kaufen! Ein Pflichtkauf für jeden Blackmetal-Fan!

Carsten 






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