Reviews

Live At The House Of Blues

Label: Kung Fu Records (2003)

Für alle Fans der illustren Gesellen von Guttermouth bringt Kung Fu Records im heißen Herbst etwas ganz Besonderes auf den Markt, denn die mittlerweile fünften Folge des Kung Fu Klassikers „The Show Must Go Off!“, aufgenommen im legendären House Of Blues, verspricht einiges. CD oder DVD? Diese Frage muss man sich bei Guttermouth nicht stellen, denn man bekommt beides in einem Package und das zu einem relativ günstigen Preis. Aber schauen wir mal welche Songs denn so alles ihren Weg ins Set gefunden haben…

Bevor es aber so richtig los geht hält Frontmann Mark erst einmal ein kurzes Schwätzchen mit dem gut gelaunten Publikum, ehe er mit „Asshole anyone?“ den Opener ‚A-hole’ einleitet. Der zweite Song der Setlist - ‚End On 9’ - kommt bei der Live-Atmosphäre richtig geil rüber und veranlasst die Meute das erste Mal so richtig loszulegen. Den ersten musikalischen Leckerbissen gibt’s mit ‚That’s Life’ gleich zu Beginn, man merkt dass die Menge diesen Track so richtig abfeiert, mal sehen ob die Kraft für die restliche Show noch reicht. Mit ‚Do The Hustle’ wollen Guttermouth das Publikum von sich aus dazu auffordern ein wenig zu tanzen bzw. zu pogen, irgendwie können sich die anwesenden Punks nur dazu überwinden die Arme in die Luft zu strecken und ein wenig mit dem Kopf zu nicken. Die scheinbar dringend benötigte Entspannung kommt mit ‚Lipsick’ gerade recht. Tja das verstehe wer will, aber bei diesem eher ruhigen Schunkler wird gedived bis der Notarzt kommt, verkehrte Welt. In ‚Looking Out For #1’ gibt es nicht nur für die Irisch-stämmigen Besucher etwas zu schmunzeln, nein selbst Sänger Mark lacht sich halb tot und drückt dem Song seinen Stempel auf. Der 10 Sekunden Song ‚Marco Polo’ vom „Short Music For Short People“-Sampler ist sogar zweimal auf dieser CD / DVD, okay wenn man einen 10 Sekunden Song zweimal zelebriert dann hat das schon was für sich. Die DVD endet mit einem Massenauflauf auf der Bühne, es befinden sich fast mehr Leuts auf der Bühne als davor, aber das hat wohl der Song (‚1-2-3 Slam’) so an sich, eine wahre Orgie. Die CD kann allerdings noch etwas nachlegen: mit ‚A Perfect World’ ist dann aber auch auf der CD Schluss. In einer knappen Stunden wurden also 20 bzw. 21 Tracks exerziert, so dass einem jeden Punkrocker hören und sehen vergeht. Okay hier und da hätten Guttermouth die Show ein wenig interessanter gestalten können und das eine oder andere Riff hätte sauberer gespielt werden können, dennoch lässt die Qualität nicht zu wünschen übrig.

Nils Manegold






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