Reviews

Lifeforce

Label: Massacre Records (2005)

Da sind sie wieder unsere Epicmetaler aus dem schönen Norden, aus Trondheim. Mit ihrem vierten Album wollen sie sich wieder auf machen, einen weiteren Schritt Richtung Olymp des Metals zu erreichen. Nach turbulenten Anfangszeiten mit Lin-up-Wechsel am Mikro und einer später glücklicherweise überstandenen Herzattacke des aktuellen Frontmanns Pete Beck kommt nun das vierte Album auf die Ohren des geneigten Hörers. Auch wenn ich die Entscheidung nicht verstehen kann, als Epicmetaler mit Deathmetalgrößen wie Dark Tranquillity und Mayhem auf Tour zu gehen, so war dies doch die Möglichkeit auf einer Europa-Tour den Landratten südlich Skandinaviens Epicmetal näher zu bringen.

Da ja eine gewisse Polarisierung in diesem Genre auf Italien, á la Rhapsody und Lucca Turilli sowie in Deutschland, á la Edguy oder Stormwarrior liegt ist es durchaus an der Zeit, eine skandinavische Version vorzustellen.

Mit ihren wunderbaren schönen Klang- und Harmoniestrukturen können sie mehr als nur mit den etablierten Bands mithalten. Der einzigartige und große Unterschied liegt für mich bei dem Tempo, Griffin zeichnen sich dadurch aus, dass sie mehr grooven als die altbekannten Bands. Eine eindringliche Stimme ist durch Pete gegeben, kein elendes Gefriggel wie bei manch anderer Band ist auch Balsam für meine Ohren. Als Beispiel für den Groove möchte ich euch den Song ‚Utopia’ an das Herz und Ohr legen, einer der Bringer für einen Up-Tempo-Song ist durch ‚Dungeon’ gewährleistet. Auch lassen sie die übliche Zusammensetzung am Anfang harte Gangart, in der Mitte leisere Töne und Schleppender, gegen Ende wieder Fahrt aufnehmend außer Acht. Dieses Album hat was die Intensität angeht eine Art Welle als Vorbild. Dem Gesamtkonzept ist dies nicht abträglich, da es zu keiner Zeit irgendwie langweilig erscheint. Mein Tipp: Ein frischer Wind, trotz vierten Albums, ist bei den Power-Metal-Bands auszumachen. weiter so!

Carsten Rothe






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