Reviews

Giant
III

Label: Frontiers Records (2001)

Die Hard Rock Bands der frühen 90er Jahre sind wieder stark im Kommen. Ebenso wie Hurricane feiern auch Giant nach fast 10 Jahren und ihrem letzten Album „Time To Burn“ ein spektakuläres Comeback. „III“ heißt das gute Stück, mit dem die Band in die Erfolgsspur der beiden Vorgänger zurückkehren will. Die beiden Huff Brüder David und Dann haben in den letzten Jahren vornehmlich als Produzenten gearbeitet, vor allem Dann tat sich hierbei besonders in den Vordergrund. Er produzierte Songs für Shania Twain und Celiné Dion sowie 2 Alben für Megadeth, die ihm den Grammy Award für den besten Rock Produzenten einbrachten. Grund für die Rückkehr der Band war letztlich das Label Frontiers, die David bei einem Treffen in Chicago davon überzeugen konnten, zusammen mit seinem Bruder und Mike Brignadello selbst wieder im Studio aktiv zu werden. Das Album startet mit einem knapp 2-minütigen Gitarrensolo, welches gleich einen der besten Songs ,You will Be Mine’ einleitet: straighte Gitarren, hervorragender Spielrhythmus, dieser Song steht für Hard Rock der Güte Klasse A. Dann Huff hat in all den Jahren nichts verlernt, er singt weiterhin sehr variabel und sprüht geradezu vor Energie. Das Gewicht des Albums liegt auf mehreren MidTempo Songs, deren Gewicht dennoch recht flexibel gehalten ist. Während einige Tracks wie ,Over You’ sich mehr auf melodischen Sound und schöne Chor Arrangments stützen, kommen andere Stücke wie ,Love Can´t Help You Now’ oder ,Oh Yeah’ mehr über die härtere Gangart und beeindrucken durch famoses Gitarrenspiel und mitreißende Refrains. Untypisch für Giant, dass gerade die Balladen (Ausnahme ,Can´t Let Go’) doch deutlich enttäuschen. Sowohl ,Don´t Leave Me In Love’ als auch ,It´s Not The End Of The World’ bieten lediglich Durchschnittsware und wirken relativ farblos. ,Can´t Let Go’ hingegen zählt für mich zu den Highlights, da der Song mit sehr viel Gefühl gesungen wird und sehr gut mit den hintergründigen Gitarren harmoniert. Mit ,Bad Case Of Loving You’ bieten Giant zum Schluss noch einmal Hard Rock as its Best, bei dem man noch einmal ordentlich abrocken kann. Gegen einen weiteren Song dieses Kalibers wäre nichts einzuwenden gewesen, zumal Songs wie ,The Sky Is The Limit’ und die bereits erwähnten Balladen den Gesamteindruck etwas verschlechtern.

Giant feiern mit III ein gelungenes Comeback, auch wenn nicht alle Songs restlos überzeugen.

Oliver Bender






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