Reviews

Garrison
Be A Criminal

Label: Revelation Records (2001)

Endlich mal wieder eine in Richtung Independent gehende Scheibe im Kasten, eine gelungene Abwechslung zu den ganzen Punk und Hardcore Silberlingen. Tja Garrison ist eine vierköpfige Combo aus Boston, die sich mit ihrem neusten Werk auf gemacht hat die dunkle Seite der menschlichen Seele ein wenig zu ergründen, zumindest textlich. Im Beipackzettel steht zu lesen, dass die Buben einen Pop/Rock Stil á la P.J. Harvey, The Pixies oder den älteren Sachen von Radiohead spielen, meiner Meinung nach haben sich Garrison mit „Be A Criminal“ von diesem Vorurteil gelöst, denn sie haben einen sehr eigenständigen Stil gefunden, der vor Abwechslungen nur so strotzt. Der Longplayer fängt mit den Songs ‚Recognize An Opportunity’ und ‚Choose A Weapon’ ziemlich düster bis progressiv an, zudem sind beide Song im Vergleich zu den restlichen Tracks schneller. Weiter geht’s mit zwei Highschool Songs ‚Know The Locale’ und ‚Focus, Focus, Focus’, die leicht punkig angehaucht sind, zweiterer besitzt im übrigen einen hervorragenden Chorus. ‚Comit, Comit, Comit’ ist ein weiteres Highlight der Scheibe, leicht traurig und mit guten Backing Vocals unterstützt kommt zu Beginn des Songs die oben erwähnte düstere Stimmung auf, gegen Ende verwandelt sich dieser Track in einen richtigen Chartsong. ‚Cover The Tracks With Cash’ geht es nochmal düster-progressiv zur Sache, diesmal aber langsamer wie bei den oben erwähnten zwei Songs. Mit dem Song ‚Catch Your Breath And Have A Cigarette’ haben sie kurzer Hand noch ein instrumentales Stück auf die Scheibe gebannt. Zum Abschluss gibt es noch eine Ballade namens ‚Accept What You´ve Done, Accept Who You Are’, fängt mit Akustikgitarre und Schlagzeug an, später kommt die verzerrte Gitarre sowie der Gesang hinzu, ehe die Jungs beim Chorus ein Rockfeuerwerk loslassen und die CD versöhnlich zum Abschluss bringen.

Nils Manegold