Reviews

Yggdrasil

Label: Det Germanske Folket (2008)

Mit "Yggdrasil" bescheren uns die Dänen von Grivf bereits ihren zweiten Streich. Für dieses Release haben sich die Herren um das Mastermind dieser Band mit einer Thematik auseinandergesetzt, an die sich nicht jeder traut. Es handelt sich hier um eine Re-Interpretation von einem Teil von Havamal. Es handelt sich um acht Verse (Verse 138-145) in denen dem Allvater seine neun Nächte im Weltenbaum beschrieben werden. Dies macht ca. die Hälfte der Lyrics aus. Das gesamte Album ist diesem untergeordnet.

Wie es sich für Doom gehört, ist es langsam und langatmig, so überrascht es einen nicht, wenn kaum ein Song unter neun Minuten bleibt. Insgesamt befinden sich fünf Songs auf dem Album. Dieses Album kann man mehr als zu Recht als Konzeptalbum bezeichnen und ein in sich geschlossenes und schlüssiges Stück. Musikalisch wie textlich, so eng als möglich verwoben. Wobei man fast sagen könnte die Musik wurde den Lyrics untergeordnet. Erschwerend kommt hinzu, dass alles auf Dänisch gesungen wird, aber Rettung naht, die Songtexte wurden im Booklet auch auf Englisch beigefügt. In diesem Album werden sehr viele Informationen zu den Vikingern, deren Sicht der Welt und deren eigener Welt veröffentlicht und dies aus profundem Munde, Isar, der sich verantwortlich für die Vocals zeichnet, hat mehrere Jahre nordische Mythologie studiert.

Mein Tipp: Für alle Folk-Doom-Fans ein muss, für alle anderen hört rein. Es wird ein schweres Themenfeld beackert und so schwer fällt auch die Musik aus!

Car Sten 






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