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From The Inside
From The Inside

Label: Frontiers Records (2004)

Alle aufstehen! Ratespiel: Wer hat den Namen Danny Vaughn schon einmal gehört? Wer es nicht weiß: hinsetzen! Aha, die Blackmetaller und Grufties sitzen schon wieder. Ein paar ältere 80er Hardrocker und AOR Jünger stehen noch. Na, Jungs und (vor allem:) Mädels: wo hat er gesungen? Jawoll, richtig, setzen eins! Waysted (ex-Ufo Pete Way) und Tyketto, diese sympathischen 80er Jahre Haarspraypropagandisten! Nach einiger Zeit in relativer Versenkung präsentiert uns Mister Vaughn eine tolle Melodic Hard Rock CD ab, bei der Hooklines und Riffs genauso stimmen wie der Groove der genialen Rhythm Section! Normalerweise stehe ich solchen Projekten, die von Produzenten angegangen werden und für die dann einfach Mietmusiker angeworben werden eher kritisch gegenüber, aber in diesem Fall funktioniert das ganze recht ordentlich. Man bewegt sich irgendwo in der Schnittmenge aus Toto, Foreigner, Journey und anderer Szenegrößen. Der große Gewinner ist natürlich Danny Vaughn, dessen zum Teil sehr schöne und bluesige Stimme die Produktion deutlich über das übliche AOR Niveau erhebt.

Originell ist das alles natürlich wieder einmal nicht, aber das muss auch nicht sein. Die Songs sind größtenteils im gepflegten Midtempobereich aber es sind, wie bereits gesagt, die Vocals, die den entscheidenden Unterschied machen. Allein die Souveränität, mit der Vaughn die schweren Melodiebögen bei „Fight For Love“ meistert fordert einem Achtung ab. Lediglich das Ausbleiben echter schneller Klopfer mag ein wenig bedauerlich sein, aber man kann ja schließlich nicht alles haben! Nur „Suddenly“ und „Damn“ mögen als echter Rocker durchgehen. Wenn man dann noch den Synthieanteil ein wenig herunterschrauben würde, dann hätte man eine CD, auf der eine echte Band für die Zukunft aufbauen könnte und die mit geilen Liveshows beweisen könnte, dass sie auch knackig rocken kann.

Frank Scheuermann






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