Reviews

...Making Money

Label: Fatsound (2004)

Endlich mal wieder eine ordentliche Knüppel Platte. Mit wunderbarer Härte, einem herrlich rotzigem Gesang und zackigem Tempo kommen Friends Suck daher. Angepriesen wird die Musik der fünf Jungs als Hardcore-Skatepunk. Und zur Hälfte stimmt diese Aussage sogar, denn „...Making Money“ hat alles, was meiner Meinung nach zu einer fetten Punk Scheibe dazu gehört: einen schnellen und präzisen Schlagzeuger, harte und laute Gitarren kombiniert mit einem, teilweise sehr melodiösem, Gesang, der den Hörer enorm antreibt. Es ist wirklich eine perfekte Punk Platte, doch weit ab vom HC. Dazu sind mir Friends Suck noch zu langsam, zu wenig abwechslungsreich innerhalb der einzelnen Lieder und vor allem fehlt mir das typische HC Shouting.

Seit 1999 existiert das Quintett aus der Thüringischen Hauptstadt Erfurt. Mit „..Making Money“ ist der Band ein überzeugendes Debüt unter Fatsound Records gelungen. Die Texte sind direkt, emotional und nicht weniger aggressiv und kompromisslos als die instrumentelle Seite der Band. Neben politischen Texten werden in den Songs auch persönliche Themen, wie BMX fahren, Skaten, Mädchen, Sommer, Urlaub und Fun aufgegriffen. Beim ersten Hören fallen mir als Vergleichsbands direkt die holländischen Heideroosjes und die Jungs der Daycare Swindlers ein. Auch wenn die Lieder in sich wenig Abwechslung in den unterschiedlichen Parts zeigen, so gleicht die Band dies wieder durch hohe Variabilität zwischen den einzelnen Songs aus.

Ich finde, dass ‚Beautiful Living’ in dieser Version durchaus auch von NOFX hätte stammen können. Denn dies ist eins der wenigen Lieder, wo man mal hört, dass der Bassist auch noch mehr kann, als nur die Grundtöne der Gitarren Power Chords zu spielen. Die leicht Ska angehauchten Töne stehen der Band sehr gut, leider treten diese doch nur in diesem einen Lied auf.

Tim Ruhl






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