Reviews

Nattfödd

Label: Century Media (2004)

Seit „Jaktens Tid” sind mir die Jungs von Finntroll einfach ein Begriff von geiler Blödsinnsmucke, die einfach nur zum Schmunzeln und abrocken aufruft. Keine andere Band versteht es so gut, harten Black Metal mit Folk Elementen und Humpa Musik zu kombinieren, dass das Lachen aber auch das Staunen einfach nicht ausbleiben kann.

Jetzt also haben sich die Trolle erneut aus ihren Höhlen bewegt und mit „Nattfödd“ wieder ein komplettes Album eingespielt.

Die erste Minute des Openers ‚Vindfärd / Människopesten’ aber lässt mich erst stutzig werden - sehr harter und keineswegs Finntroll-geprägter Black Metal…aber dann der einsetzende Humpa- (oder finnische Polka-) Rhythmus, den die Finnen so unglaublich geil in die eisenharte Musik einbauen. Der darauf folgende Song ‚Eliytres’ fängt dann aber genau mit dieser Polka an, so dass schon fast die Nachbarn denken, was man doch für eine „nette Musik“ hört, aber dann…grunzender Gesang, schnelle Drums, plötzlich hören sich Finntroll genau wie Children Of Bodom an (unter anderem mit dem Alexi Laiho typischen „U“) - einfach nur Überraschung, Spaß, Party pur was Finntroll an den Tag legen, fast schon könnte man sie in ein Überraschungsei packen und somit schon die ganz kleinen zur richtigen Musik führen! Jedes einzelne Lied hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen, ich kann Euch nur eins versprechen: Ihr werden Spaß haben mit dieser Scheibe, da abwechselnd Blastbeats, mitreißende Folk- und Polkarhythmen, Keyboardorgien, Bangattacken und noch viel mehr Euch und Euren tanzwütigen Beinen und Köpfen gut tun werden.

Prädikat wertvoll für „Nattfödd“ von einer absoluten Ausnahmeband!

Thomas Schmitt






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