Reviews

Third Degree

Label: Mascot (2019)

Nicht jede Supergroup macht auch super Musik. Einige Ausnahmen scheinen die jeweiligen Spaßprojekte von Mike Portnoy und Neal Morse zu sein. Wenn die beiden etwas anfassen, dann gaht es gut nach vorne los und man findet normalerweise keine Füller. Das weiß man seit Transatlantic vor gut zwei Jahrzehnten und nun eben auch bei Flying Colors, die hier ihre dritte Studioscheibe und ihre vierte Veröffentlichung insgesamt präsentieren.

Zusammen mit Steve Morse, der sich seine Sporen schon bei den Dixie Dregs, Kansas und Deep Purple verdient hat und dem Bassisten Dave LaRue, der ebenfalls bei den Dixie Dregs war, und dem Singer/ Songwriter Casey McPherson zünden die Jungs ein Feuerwerk an Riffs, Harmonien und Melodien, das gleichermaßen verschachtelt und einprägsam ist.

Im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben wird in meiner Wahrnehmung der psychadelische Faktor deutlicher betont, was sich in deutlichen Beatles-Anklängen und Beach Boys Harmonien manifestiert.

Dass die komplexeren und deutlich heftigeren Momente nicht zu kurz kommen, ist eindeutig den passionierten Prog-Metallern in der Band zu danken. Trotz all der unterschiedlichen Nuancen ist "Third Degree" zu einer Platte wie aus einem Guss geworden. Unbedingt anhören!

Frank Scheuermann

9/10 






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