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Banks Of Eden

Label: InsideOut (2012)

Nach unglaublichen fünf Jahren Live- und Studioabsenz haben sich die Retro-Prog-Könige um Mastermind Roine Stolt wieder einmal ans Werk gemacht, um ein neues Kapitel in der Geschichte der Flower Kings zu schreiben. Dabei betreten sie keineswegs echtes Neuland, sondern sie bewegen sich auf den Pfaden, die man von ihnen erwartet. Lediglich leichte Anklänge an die Agents Of Mercy (Roine Stolts Sideproject) oder Karmakanic (Jonas Reingolds Baby) sind zu erkennen - man könnte also sagen, dass alles beim alten geblieben ist: In der Schnittmenge von alten Yes und alten Genesis. Und das macht eigentlich auch Sinn.

Dass diese Mal nur ein einziger echter Longtrack am Start ist, stört dabei nicht wirklich, da 'Numbers' so ziemlich alles auffährt, was man von einer solchen Band erwartet. Nach gut 25 Minuten ist dieses Epos dann zu Ende und man kann die anderen Songs mit einer Spieldauer von gut sechs bis knapp acht Minuten genießen. Vor allem das abschließende 'Rising The Imperial' ist ganz groß und könnte zu einem dauerhaften Live Favoriten werden.

Die CD gibt es übrigens auch in einer limitierten Auflage mit Bonus CD und einem recht liebenswerten Einblick in die Studioarbeit. Da mir das Bonusmaterial leider nicht vorlag, ist es müßig, darüber Worte zu verlieren. Die Flower Kings bieten anno 2012 genau das, was der Fan von ihnen erwartet. Nicht mehr und nicht weniger.

Frank Scheuermann






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