Reviews

Frumpy
Live

Label: Revisited (1971/2008)

Welche Band war es als einzige jemals wert, dass Todesanzeigen bei ihrem Split geschaltet wurden? Richtig, es waren die Hamburger von Frumpy, mit ihrer gigantischen Sängerin Inga Rumpf, von der ein Zeitgenosse einmal sagte: "Im ganzen Krautrock gab es nur einen Sänger mit echten Eiern - und das war Inga Rumpf!" Nach der ersten, noch etwas mageren LP (es fehlte immerhin noch ein Gitarrist, und ohne Gitarre rockt es einfach nicht!)lief man mit dem deutschen Eric Clapton Rainer Baumann schließlich auf "Frumpy 2" zu Höchstform auf. Was jetzt noch fehlte, war ein Livedokument, das der Nachwelt ein echtes Souvenir eine Frumpy-Konzertes überlieferte. Und das liefert dei Band mit "Live" nach. Und wie! Diese Band stand internationalen Größen wie Deep Purple oder Led Zeppelin in nichts nach. Und nun, nachdem die CD seit fast 20 Jahren vergriffen war, legen die vorbildlichen Damen und Herren des bei SPV beheimateten Revisited-Labels diese Scheibe mit einem Schwung bislang unveröffentlichter Live-Takes endlich als wertiges Doppelpaket neu auf. Die Aufnahmen klingen frischer als auf meiner alten Philips-Ausgabe, wenngleich man den Mitschnitten auch heute immer noch ihr Alter anhört. Aber die Darbietungen an Instrumenten und am Mikrophon sind imer noch unerreicht im Bereich des harten deutschen Bluesrock. Für mich eine der absolut unverzichtbaren Liveplatten deutscher Musiker. Leider hielt diese Besetzung von Frumpy nicht länger als diese Tour und Rainer Baumann war schon wieder draußen. Dann gab es noch eine Platte und fertig wars, wenn man den nicht ganz so gelungenen Reunionversuch der 90er außen vor lässt. Immerhin schloss sich mit Atlantis ein anderes, ähnlich gelagertes Projekt an, aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag!

Frank Scheuermann






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