Reviews

Experiments In Mass Appeal

Label: InsideOut (2008)

Vor zwei Jahren gelangte die Debutscheibe von Frost in meinen CD Player. Zunächst glaubte ich, es handele sich um die Reunion der legendären Detroit Band um den späteren Alice Cooper Gitarristen Dick Wagner. Fehlschluss. Vielmehr war es ein neues Progressive Rock Studioprojekt um einen Keyboarder, der hauptamtlich Konservenmusik für Popsternchen und Walt Disney schreibt, der sich aber privat dem progressiven Genre verschrieben hat.

Im Gegensatz zur ersten Scheibe besorgt Jem Godfrey den Gesang nicht mehr selbst. Nach einigen unfreundlichen Kritiken zu seinen Gesangsleistungen vor zwei Jahren überließ er den Job lieber dem Neuzugang Declan Burke, dessen Organ sehr abwechslungsreich ist und zuweilen wie das einer Frau klingt. Sehr interessant. Auch die Musik auf "Experiments In Mass Appeal" gestaltet sich sehr inhomogen. Kein Song ist mit einem anderen vergleichbar. Die beteiligten Musiker von It Bites, Kino, IQ und Arena hängen sich mächtig ins Zeug und auch die Produktion kann sich sehen, respektive hören lassen.

Wer hat allerdings der Band dazu geraten, das zu tun, was in der Musikgeschichte bislang nur bei Led Zeppelin funktioniert hat? Ein unansehnliches Cover ohne Bandnamen und Plattentitel...Das sieht fast danach aus, als wolle man, dass die Scheibe floppt. Und das hätte sie beileibe nicht verdient! Also haltet Ausschau nach einer Platte mit schwarzem Cover und fünfeckigem grauem Stern.

Frank Scheuermann






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