Reviews

The Days Of Nothing

Label: Candlelight Records (2007)

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Es gibt tatsächlich noch italienische Bands, die sich nicht auf (größtenteils) unterdurchschnittliche Powermetalwerke versteifen, sondern Alben produzieren, die sich wohltuend von der Masse abheben. Dies allein ist schon bemerkenswert an sich. Doch damit nicht genug; Wer "The Days Of Nothing" erstmalig hört, käme niemals auf den Gedanken, dass dies ein Debütalbum ist, wirkt das Werk doch durchgehend ausgereift und kompositorisch auf höchstem Level.

Das Album bietet zehn Tracks, die das Herz eines jeden Liebhabers dieser Musikrichtung höher schlagen lassen. Foreshadowing kreieren eine herrlich melancholische und düstere Stimmung, die atmosphärisch voller Kraft strotzt und stilistisch eine Menge zu bieten hat. Allein schon das epische 'The Wandering' mit seinen treibenden Gittarenparts steht gleich zu Beginn für den Ausnahmestatus dieser Platte Die enorme Ausdrucksstärke der Stücke ist in jeder Sekunde des Album des Albums zu spüren und wird durch den großartigen Gesang von Marco Benevento hervorragend untermauert. Die Keys halten sich wohltuend im Hintergrund und verleihen den Stücken angenehm zurückhaltend einen zusätzlichen majestätichen Touch. Auch wenn Bands wie My Dying Bride und Novembre nicht unwichtig für die Ausrichtung der Italiener gewesen sind, so ist dieses Album alles andere als ein Abklatsch bekannter Formationen. The Foresahdowing verstehen es exzellent, diverse Einflüsse zu ihrem eigenen Sound zu verschmelzen. Herausgekommen ist hierbei ein Hörerlebnis der ganz besonderen Art.

"The Days Of Nothing" dürfte schon jetzt zu den herausragenden Alben des Jahres 2007 zählen und lässt nur erahnen, was wir von den Italienern noch erwarten dürfen. Ganz große Klasse.

Oliver Bender 






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