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A Travelogue

Label: Triple Eggs (2006)

Fuoco kommen aus "ganz Europa", wie sie selbst auf ihren Auftritten zu sagen pflegen. Etwas genauer gesagt, stammen die 5 Jungs aus Frankfurt und Wien und taten sich zusammen um der eintönigen und ersetzbaren Musik ein Schnippchen zu schlagen. Mit weltraumlichen Einflüssen und der Motivation etwas Musikalisches mit Emotion und Anspruch zu schaffen geht der Fünfer schon eine Weile zu Werke. Ende 2004 ist der erste Auftritt in ihrem Giglog verzeichnet und doch dauerte es eine ganze Weile bis das Quintett seinen ersten Tonträger aufs Parkett des Marktes schleudern konnte. "A Travelogue" ist das Erstlingswerk der Progressiven Europäer mit dem sie etwas bewegen wollen…

Sphärisch und abgespaced, wie Monster Magnet in frühen Tagen, aber dennoch ganz eigen und ruhig, so präsentiert sich die progressive Musik der Fünf, die immer den Weltraum im Hinterkopf haben. Nach dem 'Spaceship On The Back Of My Acoustic Guitar', dem Intro der CD, geht es erst richtig los mit der Musik. Ruhig und entspannend, gerade richtig zum Abschalten, wie es Pink Floyd vielmals gezeigt hat ohne dass es dabei langweilig wird, kann man in andere Ebenen abdriften ob mit oder ohne stoffliche Unterstützung. Die Länge der Stücke liegt im genreüblichen Bereich von durchschnittlich 5 Minuten, die aber nicht langweilig werden, weil die Musiker sehr viel Herzblut in ihre "Babies" investiert haben und eine große Variabilität an den Tag legen. Das Beherrschen der Instrumente wird hier obligat, da man Anspruch und Emotion in die Musik legen möchte und sich nicht mit solchen Trivialitäten abgeben darf. Aber auch die Ruhe wird ab und an mal unterbrochen, in diesem Fall durch 'Spoonrider', der wesentlich flotter als seine Vorgänger daherkommt. Die Orgel wird voll eingebracht und verleiht dem Gesamtkonzept ganz neue, angenehme Seiten. Gitarrengefrickel gehört auch zum Repertoire wie 'Souvenir' eindrucksvoll beweist. Ein geniales Zusammenspiel aller Beteiligten ist immer garantiert bis zum letzten Stück, welches ein Hidden Track nach 'Shake A Tree' ist.

Freunde progressiver Klänge sollten sich Fuoco nicht entgehen lassen, denn sie wissen wie man ordentlich in dieser Richtung rocken kann.

Winfried Bulach






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