Reviews

Roadburn Live

Label: By Norse (2017)

Nach mehr als einem viertel Jahrhundert präsentieren Enslaved ihr erstes Livealbum und das in einer Soundqualität die jedem Studioalbum standhält. Die hier präsentierten Songs repräsentieren die neueren Songs der Band, wer also auf Klassiker von „Vikingligr Veldi“ hofft, hofft vergebens. Jedoch hat diese Platte bei ihren nur acht Songs doch einiges an Überraschungen parat. Fangen wir mal mit der Besetzung an: Da diese Scheibe im Rahmen eines Festivals aufgenommen wurde, lungern dort ja auch immer noch andere Musiker herum, so wundert es nicht, dass man dann auf einmal namhafte Verstärkung, die man nicht benötigt hätte, auf der Bühne und hier nun auf der Scheibe hat. So zum Beispiel Herr Tryggvason (Solstafir) oder Herr Wiberg (Opeth, Candlemass) oder Herr Selvik (Wardruna) und Herrn Gootjes (Focus) wollen wir auch nicht verheimlichen.
 
Um das Begonnene zu beenden, die Besonderheiten, muss ich bei den Songs am Ende beginnen, denn hier findet sich das erste auf Platte aufgenommene Cover der Badngeschichte und dafür eignet sich niemand geringeres als Led Zeppelin mit ihrem ‚Immigrant Song‘, eine richtig geile Nummer, die in dieser Neuaufnahme mal frischen Wind auf das scheinbar Verstaubte bringt. Weiterhin wäre noch ‚Death in the Eyes of Dawn‘ eine ohrenweide, wert angestestet zu werden. Ebenso mein persönliches Highlight ‚Daylight‘ oder ‚As fire swept clean the Earth‘. Alles in allem acht Songs aus neueren Produktionsjahren, die alle zu überzeugen wissen, in Kombination mit den Überraschungen …
Mein Tipp: Ein sehr gutes Album mit zu wenigen Songs, denn diese Band hat sich ihren Ruhm nicht einfach erspielt. Ist aber konsequent zu Ende gedacht, da Mastermind Kjellson von Live-Alben nicht viel hält, hiermit aber einen guten Eindruck vermitteln wie es sich wohl anhört und vor allem anfühlt Enslaved live zu sehen. Wenn man so will wird hier Sehnsucht entfacht … Danke, die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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