Reviews

The Immortal Wars

Label: Napalm Records (2017)


Als Kataklysm Fan war man natürlich auf die nächste Scheibe, das dritte Album, des Nebenprojektes unseres Hobby-Historikers Maurizio gespannt. In Nebenprojekten tobt man sich ja immer so aus, wie man es in seiner Stammformation nicht „kann“ oder es „zu untypisch“ wäre … Naja, die Wahrheit liegt meist irgendwo dazwischen. Es ist wieder Deathmetal geworden, so wie der Erstling auch. Thematisch hat man sich einer der größten Pleiten des Römischen Reiches gewidmet, Karthago, mit seinem Enfant terrible Hannibal. Die wichtigsten Stationen seines Lebens sind nun hier metalisch aufgearbeitet…
 
Los geht es mit einem instrumental intonierten ‚The Rise of Hannibal‘, zu Beginn kann man so eine gewisse orientalische Anmut hören, beim orchestralen Part, ein klein wenig Melechesh schwingt da mit, aber damit hat es sich dann auch wieder, eigene Wege sind der Weg. Streckenweise sehr progressiv wird an diese Thematik herangegangen. Ein Kleinod in Sachen Blastbeats wie man es kennt und mag findet sich bei ‚Hispania(Siege of Saguntum)‘, ‚Crossing the Alps‘ die Aktion, der Schachzug der Hannibal über die sprichwörtlichen Alpen hinaus berühmt machte wird stilecht mit Elefantentrompeten eingeleitet bevor man die Gitarren, die Drums und Maurizio mit seiner unverkennbaren Stimme vernehmen kann. Selbstverständlich darf bei diesem  Albumtitel Senator Cato mit seinem Ausspruch „Ceterum censeo Carthaginem esse deledam“ nicht fehlen, hier heißt der Song in einer kürzeren Überlieferung ‚Cato Major: Carthago delenda est!‘ Alles folgt der Geschichte von Hannibal bis zum finalen Akt ‚The Roman‘ …
 
Mein Tipp: Ein geiles abwechslungsreiches, innovatives, mit vielen Facetten versehenes metalisch-musikalisches Erbe bzw. Denkmal für Hannibal ante Portas. Geschichte kann auch richtig durch Mark und Bein gehen. Sehr schön mit Spannung aufgebautes Album, kein Dauergeprügel! Ein richtig fettes Album – so macht Geschichte Spaß!!! Salve, Rex Maurizio!
 
10/10
 
Car Sten






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