Reviews

Lunatics

Label: Nasoni (2010)

Vor einiger Zeit durfte ich einmal eine CD von Sula Bassana besprechen, einem österreichischen Spacrocker und Psychedelic-Musiker. Nun liegt mir eine neue Scheibe seines Projekts, seiner Band Electric Moon vor. Die fünf Songtitel sind vermutlich genauso aussagekräftig wie die Titel von Klaus Schulze Kompositionen - aber egal, die fünf Jams sind großartig.

Die Dreierbesetzung bietet alles, was einen Jünger psychedelischer Klänge ins Nirvana versetzt: Monotone, pulsierende Bassläufe, perlende Gitarren und ein gleichermaßen schwebendes wie ordentlich treibendes Schlagzeug. Dass dabei auf Gesang verzichtet wurde, stört mich nicht. Die Musik ist zeit- und raumlos, sie klingt wie immer schon dagewesen und entrückt den Hörer in andere Dimensionen. Das ist bestimmt nicht jedermanns Geschmack (gerade heute, mit dem jämmerlichen 3-Minuten-Format), aber für Menschen, die es auch gerne mal etwas länger haben ist diese Scheibe ganz, ganz nah am Jackpot.

Frank Scheuermann






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