Reviews

Eroc
Changing Skies

Label: Revisited (1985/2009)

Schlagzeuger in einer der besten deutschen Bands aller Zeiten zu sein ist manchmal eben nicht genug. Oder eben auch einmal zuviel. So ganz war ich mir da bei Eroc, dem Drummer der Hagener Grobschnitt nie sicher. Jedenfalls war er es wohl irgendwann leid, jeden Abend eine Stunde "Solar Music" zum Besten zu geben und verabschiedete sich darum Anfang der 80er Jahre in ein Leben mit allen möglichen Instrumenten und Aufnahmegeräten, an dessen vorläufigem Ende ein Ruf als einer der besten kontinentalen Soundtüftler und Produzenten steht. Dazwischen stand das Aufnehmen quasi als Selbstzweck, da er sich für seine insgesamt fünf Soloscheiben natürlich das Knowhow draufschaffen musste, da teure Studios erst einmal nicht in Frage kamen. Mit "Changing Skies" liegt nun endlich auch das letzte Album dieser Serie vor, das - wie längst üblich bei Revisited - mit einigen sehr hörenswerten Bonustracks angereichert wurde. Dass diese Scheibe damals wegen des kurz bevorstehenden Konkurses des Brainlabels nicht mehr die verdiente Öffentlichkeit gefunden hat ist ein Fehler, den der geneigte Krautrockfan nun rückgängig machen kann. Es wurde aber auch Zeit.

Frank Scheuermann






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