1. Star
2. Confortably dumb
3. Learn to love
4. Take us alive
5. Run
6. Last hour
7. Flower man
8. King of the ladies
9. Ghost
10. Slide
11. Interface
12. Sunrise
13. Peace (Saudade)
14. Americocaine (Demo 1985)
Label: Frontiers Records (2008)
Eigentlich ist es mir nicht möglich, die CD zu besprechen, da ich lediglich eine Promo Single vorliegen habe, auf der zwei unterschiedliche Songs drauf sind, dazu noch der Single Edit einer der beiden Nummern. Dabei handelt es sich mit „Star“ um einen melodischen Hardrock-Stampfer mit satten Chorgesängen, der Nuno Bettencourts Signaturgitarrenarbeit ein weiteres Mal zur Schau stellt. Vor allem Gary Cherone versucht wohl seine peinliche Episode mit Van Halen vergessen zu machen….Da man vor knapp 20 Jahren seinen einzigen Nummer 1 Hit mit der Ballade „More Than Words“ (im Fahrwasser von Mr Bigs „To Be With You“) hatte, bedient der zweite Song „Ghost“ eher die Front der Sentimentalen. Phasenweise an Elton John erinnernd (außer natürlich dem Gesang…) setzt man auf Streicher und groß gezogene Melodiebögen mit Pianostafetten. Wenn der Rest dieses songschreiberische Niveau halten kann, dann ist die Scheibe wohl gelungen. Das kann ich aber leider nicht beurteilen. Wenigstens war diese Single wieder eine Frontiers Promo ohne die dümmlichen Voice Overs, die einem Ästheten schon frühzeitig den Spaß am Auflegen und Anhören vergällen…
Nachtrag, zwei Wochen später.
Nun muss ich doch Abbitte leisten: Kurz nach der Veröffentlichung trudelt nun doch eine unverstümmelte CD Version bei mir ein. Ganz ohne Darübergelabere und in voller Länge. Weiter so!.
Was soll ich sagen? Zur besten Extreme CD aller Zeiten reicht es nicht ganz, aber „Saudades De Rock“ ist verdammt nahe dran. Okay, Pornograffiti ist eine Kante besser, aber auch nicht mehr. Nuno und Gary nebst Begleitpersonal hauen einen gitarrenlastigen (zukünftigen) Klassiker nach dem anderen heraus und lassen Gary Cherones eher peinliches Intermezzo bei Van Halen in nullkommanichts vergessen. Dabei zieht man ungeniert vor Led Zeppelin den Hut und würdigt die Verdienste von Queen, um dann Jimi Hendrix und Eddie Van Halen im Vorbeigehen ein Denkmal zu setzen. Ich weiß zwar nicht, welche Chancen eine derart in den 80ern verwurzelte Produktion heutzutage haben kann, aber mit diesem Eisen im Feuer müssten Extreme bald wieder den Charts ihren Stempel aufdrücken! Respekt!
Frank Scheuermann