Reviews

Blessed Be This Nightmare

Label: Golf Records (2008)

Death Metal kombiniert mit Metalcore - so könnte man den Stil von Eternal Lord, die sich Ende 2005 formierten, wohl am treffendsten umschreiben. Der Innovationsfaktor fällt dabei nicht sonderlich hoch aus, doch andererseits hat die Welt schon schlechtere Veröffentlichungen als dieses Debüt-Album der Briten hinnehmen müssen.

Breakdown reiht sich an Breakdown, Gegurgel rangelt sich mit Geröchel, melodiöse Einsprengsel bekämpfen sich mit dumpfen, tiefen Gitarren. Am stärksten sind Eternal Lord dann, wenn es schleppend zugeht. Schneller geht's hin und wieder auch mal zur Sache - so zum Beispiel in 'Set Your Anchor' und dem gelungenen 'O'Brothel Where Art Thou', das zuweilen gar schon blackmetallisch aus den Boxen tönt und im Mittelteil kurzzeitig an Death erinnert. Zu den Höhepunkten muss des Weiteren das am skandinavischen Melodic-Death Anleihen nehmende 'I, The Deceiver' gerechnet werden. Für spezielle Abwechslung sorgt wiederum das akustische Instrumental 'Amity', welches sich - so muss man klarerweise konstatieren - eigentlich gar nicht so recht ins Konzept des übrigen Albums einzureihen vermag, aber dennoch bedingt durch seine Schönheit und Authentizität zu gefallen weiß.

Als Resümee lässt sich allerdings festhalten, dass, obwohl Eternal Lord in ihren Songs durchaus variieren, "Blessed Be This Nightmare" aufgrund fehlender fesselnder Substanz und spärlich gesäter Spannungsbögen insgesamt leider zu wenig bietet.

Stefan Raehse






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