Reviews

Dark Dreams Of Light

Label: Point Music (2003)

Tatort Ludwigshafen / Rhein: dort ist der Sitz von fünf begnadeten Musikern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, einem mit möglichst kurzweiliger Musik aus der Schublade Power Metal die Zeit zu vertreiben. Im letzten Jahr wurde ein kurzes Demo veröffentlicht und nun folgt die gesamte Platte mit zehn Songs Made in Germany. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob das Gütesiegel auch musikalisch umgesetzt werden konnte?!

Der erste Song ‚Dark Dreams Of Light’ besteht den Test mit Bravur. Ein Knaller aller bester Klasse der keine Zweifel daran aufkommen lässt, dass die Jungs genau wissen wie man die Hörer begeistern kann. Vor allem jene, die Metallica der ersten Generation zu schätzen wissen. Die hätten es damals nicht besser machen können. Weiter im Text, die nächsten Songs ‚Out Of Sight’, ‚Empire Of Time’ und ‚Hope’ kommen alle gut sortiert daher, keines der Instrumente kommt zu kurz und der Sänger Maik Nirmaier bringt seine Stimme gekonnt ein, besteht da etwa eine Verwandtschaft zu Mr. Hetfield? Der letztgenannte Titel beginnt mit einem ruhigen Mix aus Gitarren und Drums, um im weiteren Verlauf voll aufzudrehen und man möchte besser nicht im Wege stehen, um nicht überrannt zu werden. Ein wenig mehr Mut zur Variation des Tempos hätte der Scheibe sicherlich keinen Abbruch getan, kann aufgrund so geiler Songs wie dem nun folgenden ‚Begin To See’ nochmals verschmerzt werden. Dafür steigt die Belastung des Nackens nahezu ins unermessliche. Der Membranhub der Lautsprecher kann hierbei wohl gar nicht groß genug ausfallen! Riffgewaltig und druckvoll kommen auch die restlichen Songs rüber, besonders ist hier ‚Just One Time’ herauszuheben. Deutlich schneller vorgetragen als alles andere nähert man sich dem Ende des Albums. Die Gitarren dürften niemals aufhören und auch vor Drummer Ritchie Gonzales sei es erlaubt den Hut zu ziehen!!! Der vorletzte Song ‚Till The End’ kommt nahe an die vorherigen 3:52 Minuten heran und man kann sich auf den letzten Song freuen, um einen gelungenen Abschluss zu einer außergewöhnlichen CD zu Ohren zu bekommen.

Wer bis hierhin eifrig und mit Neugier gelesen hat, dem sei nun endlich auch verraten, dass es sich hierbei um die Band Evolution handelt die mit ihrem ersten Album „Dark Dreams Of Light“ ein wahres Riff- und Doublebassmonster gezüchtet haben. Dieses Scheibchen ist verdammt gut und man kann nur hoffen, dass weitere Alben genau da anknüpfen wo „Dark Dreams Of Light“ aufgehört hat.

Last but not least noch eine nicht so erfreuliche Nachricht: dieses geniale Teil ist leider nur im Internet zu bekommen, und zwar ab sofort unter der Adresse www.evolution-metal.de für nur zwölf Euro. Auf alle Fälle mal vorbeischauen, hier ist euer Geld bestens investiert.

Robert Drexler






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