Reviews

Theatrical Madness

Label: Frontiers Records (2005)

Ich könnte ja mal wieder gemein sein und einfach den Titel dieser CD als Review stehen lassen, dann komme ich zwar nicht auf eine große Zeilenzahl, aber da meine Bezahlung eh am unteren Rand des durchschnittlichen Sklaveneinkommens angesiedelt ist, könnte es mir ja auch egal sein…Wie auch immer. Vielleicht ist dem einen oder anderen von Euch die Band Evil Masquerade noch von ihrem letztjährigen Debut „Welcome To The Show“ bekannt. Damals nervten sie nicht unerheblich mit dem übertriebenen Einbau neoklassischer Momente in ihre Musik, die ansonsten im progressiven Metalbereich angesiedelt war. Nun sind die Dänen zwar aus ihren Erfahrungen ein wenig schlauer geworden, aber auch nur ein wenig. Wenn man versucht, die gesamte Geschichte der klassischen Musik in Verbindung mit Heavy Metal in nur einer ¾ Stunde unterzubringen, dann kann das beträchtlich in die Kniebundhose gehen. Nicht dass die ehemaligen Royal Hunt (etc.)-Musiker schlechte Instrumentalisten wären, aber die Songs sind (wenn es denn überhaupt welche sind) zu sperrig und viel zu sehr überladen. Vielleicht sollten die Herren vor ihrer nächsten Veröffentlichung einfach einmal Urlaub im Mississippi Delta machen oder wenigstens eine CD von Sonny Boy Williamson II kaufen, damit sie endlich einmal erfahren, dass weniger auch viiiiiiiiiiiiiiiiiel mehr sein kann. Also Männer, das nächste mal bitte nur noch 1/10 der Ideen, die ihr auf Theatrical Madness untergebracht habt. Die Verkaufszahlen werden euch dafür belohnen!

Frank Scheuermann






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