Reviews

E-Mania

Label: Massacre Records (2001)

Zwei Jahre sind vergangen, seitdem die deutschen Gothic Metaller Ihr letztes Studioalbum „Regret“ veröffentlichten. „E-Mania“ heißt der lang ersehnte Nachfolger und eines ist sicher: Das Warten hat sich gelohnt, denn was die Jungs auf dieser Scheibe abliefern, kann man einfach nur als genial bezeichnen. Keyboarder Michael, der sich selbst nur MZ 51 Eve nennt, ist nun auch für die Vocals zuständig, da Ben Richter, der auf dem letzten Album noch als Gastsänger tätig, war, laut Band keinen emotionalen Zugang zu den Songs finden konnte. Musikalisch beschreiten Evereve ebenfalls neue Wege. Die überwiegende Mehrheit der 12 Tracks wird von elektronischen Klängen begleitet, sei es durch electronic Intros oder groovende Beats. Wer nun meint, Evereve sei zu einer halben Technoband verkommen, irrt gewaltig. Die Band versteht es exzellent, die Synthesizer im richtigen Maße einzusetzen, sei es begleitend im Hintergrund oder als Mittel des Tempowechsels. Dabei wirken die Einlagen nie übertrieben, sondern geben dem Album eine eigenständige Note. Der typisch düstere Evereve Sound geht dabei nie verloren, was nicht zuletzt auch an der guten Gesangsleistung liegt. Das große Plus des Albums liegt in seiner Flexibilität, jeder Song bietet etwas überraschendes, so dass ein kurzweiliger Eindruck entsteht. Aufgrund des hochklassigen Songmaterials fällt es schwer, meine Favoriten zu benennen, da jedes Stück auf seine eigene Art brilliert. Erwähnt werden muss noch, dass mit ,Fade To Grey’ von Visage erneut eine Coverversion mit von der Partie ist, die hervorragend umgesetzt wurde und sich nahtlos in das Gesamtwerk einfügt.

„E-Mania“ kann man jetzt schon als eines der Albumhighlights des Jahres bezeichnen und wird nicht nur Gothic Metal Fans von seiner Klasse überzeugen.

Oliver Bender






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