Reviews

Cumbersome

Label: Century Media (2002)

Melodischer Gesang, harte Riffs im Hintergrund, von hart bis weich: Black Metal mit einigen Gothic- Elementen, das ist das neue Album von Evenfall. Erinnert ein wenig an Nightwish, diesen Vergleich sollte man aber besser unterlassen. Der Titelsong ‚Cumbersome’ geht echt ins Ohr, prägnante Einbringung der Keyboards, harte Riffs und dazu eine gehörige Portion melodiöse Tragödie, die den Hörer leicht zum Hüpfen bewegt. Verzweiflung, Wut, Hoffnung...die Mischung macht’s und das haben die sieben Italiener drauf. Nicht zuletzt durch die Entdeckung der neuen Sängerin Roberta Staccuneddu, deren klare, engelsgleiche Stimme einen fantastischen Gegenpart zu Ansgars gequältem Gesang darstellt. Und als besondere Beigabe haben die 7 den Song ‚Entre dos Tierras’ von Heroes del Silencio gecovert, was für den einen ein Verbrechen, für den anderen einen musikalischen Hochgenuss darstellt. Ich mag’s! Insgesamt ist die Platte gut hörbar. Melodisch und hart lässt sich Evenfall wohl zu den Bands zählen, die erst nach einer Veränderung ihres Stils zur wahren Größe gelangen; denn ursprünglich passten sie eher in die Sparte Death-Doom-Metal, damals noch unter dem Namen Resurrecturis. Wer Vergleiche anstellen will sollte sich die frühen Alben anhören, oder auch das erste Album unter dem Namen Evenfall mit dem Titel „Still In The Grey Dying“: eindeutig eine spürbare Verbesserung! „Cumbersome“ wird wohl nicht das letzte Album der italienischen Band sein, und das ist auch gut so. Von dieser Band wird man noch lange hören, sollte ihre Entwicklung so weitergehen.

„Cumbersome“ ist durchaus die Anschaffung wert, besonders für alle Fans von atmosphärischem Black Metal und auch Gothic, wobei auch Fans von Bands wie Theatre of Tragedy auf ihre Kosten kommen werden. Und ab dem 22. April haben endlich alle die Möglichkeit, sich von der Qualität von Evenfall zu überzeugen!

Gastschreiber






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