Reviews

Destination Zero

Label: Pandaimonium Records (2002)

Ursprünglich war es ein Nebenprojekt des Theatre Of Tragedy Gitarristen Tommy Olsson und dem Gitarristen Morten Veland von Tristania. Doch 1999 verließ Tommy seine eigentliche Band um sich Elusive voll hinzugeben. Nachdem sie sich ein halbes Jahr in einem Studio verbarrikadiert hatten und mal locker 20 Songs geschrieben hatten, wollten sie wieder raus. Aber zum vollkommenen Glück fehlte ein Album. Hier ist es. Das dargebotene ist geiler Gothic-Rock. Musikalisch standen David Bowie und Billy Idol mehr oder minder Pate. Bei dem Song ‚System Breakdown’ erwartet man beim Refrain die Textzeilen eines Billy Idols Songs, die aber nie kommen werden. Soviel Zufall kann man ausschließen, diese Verwandtschaft ist gewollt. Ein schöner Joke bzw. Hommage am Rande. Gesangstechnisch könnte man das dargebotene evtl. mit Deine Lakaien vergleichen, wenn man einen Vergleich heran ziehen möchte. Das würde aber Elusive nicht gerecht werden, da die Herren einen gepflegten Gothic-Rock zelebrieren, der durch Abwechslung geprägt ist und sich nicht dem Trend manch anderer Bands anschließt, irgendwelche Dance-Remixes auf den Markt zu werfen aus Gründen der Einfallslosigkeit. Schlichtweg einzigartig. Thematisiert werden der Tod, Sonnenaufgang, Passion, Verzweiflung, kurz um ein Leben wird musikalisch erzählt. Mit all den dazu gehörigen Fassetten. Jeden Lebensabschnitt bzw. Song wird ein dementsprechendes Klangkonzept verpasst. Am besten gefallen mir die Songs ‚Tomorrow Gone’ und ‚Gemini’. Elusive beweisen, dass der Rock in seiner direkten und dunklen Form doch nicht tot ist. Letztendlich ist mit „Destination Zero“ eine Langrille auf dem Markt gekommen, die Appetit auf mehr davon macht. Mein Tipp: Einlegen und in die Tiefe der jeweiligen Songs versinken!

Carsten Rothe






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