Reviews

Kingsize EP

Label: Headshock (2003)

„Wir spielen diese Musik weil wir sie lieben, und uns interessiert nicht was andere darüber denken." So steht es auf der Homepage der vier jungen Münsteraner geschrieben. Und das kann man durchaus so stehen lassen...

Die 7-Track EP ist das Erstlingswerk der Hardrocker, was man aber auf keinen Fall hört. Die Stücke hören sich durchweg klasse an. Ob Songwriting, Arrangement, Abmischung oder die Riesenstimme von Sänger Hendrik Ücüncü, es passt vom ersten bis zum letzten Takt; es gibt keinen Song, der irgendwie abfällt oder langweilig wird. Der Opener, der passenderweise den Namen ‚Welcome To The Show’ trägt schraubt die Erwartungen hoch, man wird danach aber keinesfalls enttäuscht. Das schnellere ‚High Heeled Love’ zeigt deutlich von den Vorlieben der Vier, wenn die Gitarre in der Ecke steht. Das letzte Stück ‚The Whole World’ rundet die Scheibe mit ihren balladesken Zügen gelungen ab. Unterm Strich sieben Liebeserklärungen an den Rock’n'Roll im Stile von Guns'n'Roses, Led Zeppelin und Mötley Crue.

Für die Liebhaber des Hard Rock hat „Kingsize“ eigentlich nur zwei Nachteile: Erstens sind nur sieben Liedchen drauf, die zweitens jeweils mindestens drei Minuten zu kurz sind. Ansonsten ist die Scheibe aber ein unbedingtes Muss, weil sieben ehrliche Ohrwürmer drauf sind, die zum Abrocken einladen, nein zwingen.

"Hey Headbanger, Gaspedaldurchdrücker, Fußstampfer, ihr vom Nachbarn gehassten, Rocker, Punkabschwörer, Stiletto Heels Lover, vom Skateboard gefallenen, zu Männern und Bitches mutierten, Gestörten... - dies ist für Euch!"

Robert Drexler






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