Reviews

Call of the Wild

Label: Drakkar (2017)

Das nächste Album der Western Metaler von Dezperadoz. Wein wird besser, Whiskey muss auch reifen und so scheint eben auch oder gerade wegen des Genres bei den Dezperadoz-Buben sein, denn dieses Album erscheint am Reifsten von allen bisherigen Alben. Dieses Album ist sehr rund, harmonisch in seiner Komposition, es hat seine Süße aber auch seine etwas säuerlichen Momente, ein leicht rauchiges etwas peated erscheinend, mit vielen kleinen Finessen und dem ein oder anderen kleinen Überraschungsmoment, Grund solide. Auf den ersten Blick scheint es sehr einfach gehalten aber von Schluck zu Schluck bzw. Song zu Song offenbart es die feinsten Knospen …
 
Nach einem thematisch passenden Western Intro ohne groß auf Atmosphären-Tube zu drücken kommt man gleich zu einem Brett Namens ‚Hell & Back‘ und da ist der Name wirklich Programm, das Gaspedal wird mit dem Bodenblech vermält. Grundsolider und wesentlich mehr Mariachi-Gehabe hat man beim Titeltrack ‚Call of the Wild‘, schöne Gitarrenarbeit mit dem ein oder anderen kurz Solo das richtig schön ins Blut geht, dazu die gehörige Bassportion, was dem Ganzen noch mehr Druck verleiht. Als weitere Lauschproben wären noch zu empfehlen ‚600 Miles‘, so stellen sich Metalheads vor, dass Boss Hoss klingen müssten um zu überzeugen. Oder nehmt doch ‚Lincoln County Wars‘ der in die selbe Kerbe schlägt nur mit noch mehr entsprechenden Patos …
 
Mein Tipp: Alles in Allem findet man 13 Songs, jeder hat seinen eigenen Westerncharm und es wird mit sehr viel Engagement, der eingeschlagene Weg beschritten, aber in einer der coolsten Arten die man sich vorstellen kann. Mit diesem Album ist den Jungs wieder ein großer Wurf gelungen, Danke! Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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