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Erntezeit

Label: Napalm Records (2016)


Die 5 Österreicher präsentieren bei diesem Re-Release ihre Künste in Sachen Neuentwicklung des Namens Volksmusik, neudeutsch auch Folkmusik genannt. Anders formuliert aus dem Blickwinkel eines Metalheads, wenn Volksmusik immer SO wäre hätten Metalheads kein Problem damit sich den Musikantenstadl anzusehen. Diese Jungs spielen Thrashmetal, auf österreichisch DRESCH-Metal und das Ganze dann mit Dialekttexten, für dialektfreie Metalheads könnten die Texte eine kleine Hürde darstellen aber das ist ja auch bei manch einer norwegischen Band so, von daher ist dies nur eine billige Ausrede.
 
Egal ob man den Opener ‚First Blood‘ nimmt, der nur auf den ersten Blick Englisch wirkt oder ‚Olles was mir fehlt‘ oder ‚Bled grennt‘ oder ‚Danke fia nix‘ oder ‚Zeit zum Gehen‘. Jeder dieser Songs ist ein Unikat und macht einfach nur Spaß, die musikalische Ausprägung unterscheidet sich stets, abber eines haben sie alle gemein: Man bedient sich der guten 90iger als Inspiration in Sachen Taktung und Marschrichtung. Dies alles zusammen würde schon reichen um sich ideal zu positionieren, darüber hinaus haben die Jungs aber noch vier Covernummern drauf gepackt, u.a. ein Song ihres Landsmannes Falco und was würde sich da mehr anbieten als ‚Rock me Amadeus‘? Eben … Genauso wurde aber auch ein Song Herrn Kilmister genommen, natürlich mit Mundart-Text oder ein Song von Herrn Dickinson oder zu guter letzt wurde auch noch Herr Jagger auf österreichisch verewigt …
 
Mein Tipp: Für all die Metalheads für die diverse Covernummern Blasphemie am Gott des Heavy Metals darstellen ist dieses Album nicht zu empfehlen, für die restlichen 99,7% ein absolutes Muss, denn dieses Album muss man gehört haben bzw. besitzen um mitreden zu können. J.B.O. Österreichs wäre zu billig, dies wird keiner der beiden Bands gerecht, evtl. sind gerade deshalb diese beiden Bands zusammen auf Tour … Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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