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Divided Multitude

Label: Soulfood Music (2015)

Seit mehreren Jahrzehnten sind diese Jungs schon so etwas wie das progressive Aushängschild Skandinaviens und Inspiration für viele Nachwuchs Bands die heute auch genau an diesem Firmament hängen. Diese Erfahrung hört und spürt man bei jedem einzelnen Takt.

Schon beim Opener wird klargestellt wohin die Reise geht: treibender Progressive Metal, nein diese Begriffe müssen sich nicht ausschließen. Dazu hat man bei ‚Immortal‘ gleich noch einen tiefen zweiten Vocalisten, aber clean, was die Klangfarbe ihres hauptamtlichen Vokalisten, Sindre Antonsen, umso mehr hervorhebt. Später kommen auf Seiten der Vokalisten noch Gasteinsätze von Terje Haroy und Brian Ashland. Aber Sindre’s Stimme ist so schon eine Wucht. Die Gitarrenarbeit ist wieder sensationell und wird viele Airguitar-Einsätze herauf beschwören. Mal treibend, dann wieder verschleppend oder doch mal ein Solo. Bei ‚Closure‘ geht es ein wenig ruhiger aber nicht weniger drückend zu. Die Melodieschiene wird hier zur Vierspurigen Autobahn erweitert, ganz großes Kino. So schnell auch die Wechsel sind, es ist immer wieder eine ohrenweide, wie diese so fein eingefügt werden. Weitere Lauschtipps könnten ‚Sacrificed‘, ‚Demise‘ oder ‚How many Tears‘ sein. Oder ihr nehmt einen der nicht erwähnten Songs – genauso gut.

Mein Tipp: Reinhören ist hier oberste Metaller Pflicht, dieses Album weist keine Schwächen auf, es hat nur Stärken und diese liegen in den Kompositionen und den technischen Fertigkeiten der Herrschaften, das Ganze dann noch getoppt von der Stimmarbeit von Herrn Antonsen. Die Pommesgabel zum Gruße!!!

10/10

Car Sten






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