Reviews

... to Hell

Label: Soulfood Music (2015)

Hier haben wir das sechste Album der Bochumer mit dem Fronter Duo Jeanette und Jens. Wer dachte die Spitze wäre beim letzten Album erreicht wird hier eines besseren belehrt. Die Herrschaften kommen wesentlich komplexer, variantenreicher und bombastischer zurück als man es zu hoffen wagte. Dazu präsentiert sich das Album als ein Gesamtkonstrukt, da eine Geschichte eines jungen Ehepaares erzählt wird, welches mysteriös in die Vergangenheit der Braut katapultiert wird. Damit ist inhaltlich genügend Stoff gegeben alle Stärken die die Band hat auszuspielen.

Kompositorisch von melancholisch, bedrückend zu purer Freude, Raserei, schnelle Wege begehend aber auch die Midtempoparts sind sehr hörenswert und fesselnd. Die Gitarrenfront spielt sich wieder quer über das gesamte Griffbrett. Die Vocalisten zeigen ihr ganzes stimmliches Repertoire, gerade Jeanette geht an die Grenze heran, teils an das sehr kratzende Genre, noch ein zwei Tacken weiter und wir wären wohl bei Angela Gossow oder Sabina Hankel-Hirtz. Aus diesem Grund, dieser Verwobenheit der Komposition mit den Lyrics, fällt es schwer einzelne Songs heraus zu picken … Man könnte es mal mit ‚Fire‘, oder dem Titeltrack ‚... to Hell‘ oder dem eher midtempolastigen ‚Hateful Heart‘. Man kann sich aber auch ‚Burn in the Fire‘ zu Gemüte führen, denn hier hat Björn „Speed“ Strid seinen Gastpart oder ‚Only the Ocean knows‘ mit Zak Stevens als Gast.

Mein Tipp: Es gibt unendlich viele Gründe dieses Album zumindest anzutesten, denn dann stellt man fest, dass dieses Album richtig ausgewogen, abwechslungsreich und mitreißend ist. Viel Raum für die eigene Phantasie lässt, man sich selbst entführen lassen kann. Ein sehr empfindsames Album mit all seinen Variationen in Tempo und Stimmfarbe. Die Pommesgabel zum Gruße!!!

10/10

Carsten






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