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Down
Down IV Part 2

Label: Roadrunner Records (2014)

Down, die Black Sabbath Jünger aus dem tiefsten Süden der USA, veröffentlichen gerade ihren zweiten Teil der Scheibe Down IV. Es ist ja schon einmal ein völlig neuer Ansatz, nicht alle drei Jahre einen neuen Silberteller auf die wartende Gemeinde loszulassen, der dann meistens im zweiten Teil schwächelt, sondern alle Jahre eine üppige EP (die von der Spieldauer in den 70er Jahren durchaus auch als LP durchgegangen wäre) mit den aktuellsten Kompositionen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Was hat uns nun Downs zweiter Anlauf an dieser Stelle zu bieten?

Nun, da wäre zunächst einmal das, was jedermann bei diesem Fünfer erwartet: Tonnenschwere Riffs, gepaart mit Phil Anselmos Trademark Vocals, die natürlich an die growligeren Sachen von Pantera erinnern, dazu eine Rhythmusarbeit, die einen in die schwülsten, sumpfigsten Gebiete von New Orleans entführt und selbst den skeptischste Geist dazu bringen kann zu glauben, dass an Voodoo doch ein Fünkchen Wahrheit stecken könnte. Die Scheibe steigert sich, bis sie in Bacchanalia (wie passend!) einen orgiastischen Höhepunkt findet. Knapp neun Minuten puster Extase!

Down IV zermalmt alles, was sich ihm in den Weg stellt und kann bei anfälligen Menschen zu der einen oder anderen heftigen Psychose führen. In anderen Worten: Diese Scheibe tritt so unglaublich Arsch, dass der Stiefel am Zäpfchen wieder rauskommt! Dabei finden die Jungs immer wieder neue Wege, ihre Sicht einer kranken Welt auch in musikalische Formen zu pressen. Und das ist in einem dermaßen klischeebehafteten Genre wie Doom Metal eine wahre Besonderheit. Schön ist das nicht - aber wichtig!

Frank Scheuermann

9/10 






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